Das Thema "Fläche" auf oder um das Grundstück bleibt für uns alle immer gegenwärtig, denn immer kleinere Flächen stehen uns für den Antennenbau zur Verfügung.
Bei solchen Platzverhältnissen muß man ganz genau überlegen, wie man die Antenne gestaltet, z.B. als Sooper oder Inverted Vee, oder gar als Vertikaldipol, um den vorhandenen Raum optimal ausnutzen zu können.
Es gibt Heute diese Kurzdipole schon zu kaufen, aber wie wir alle wissen, sind die Antennen am besten, die wir individuell auf unsere Verhältnisse abgestimmt haben - und das geht nur beim Selbstbau!
Inspiriert hat mich bei dieser Betrachtung ein Bericht von DL6YCQ, der sich genau damit befasst hat und doch recht erstaunliche Ergebnisse an den Tag förderte.
Er legte eine allseits bekannte Multuband-Antenne (Dipol) zugrunde, nämlich die G5RV mit 32 m Länge, die erstaunlicherweise dieselben Ergebnisse brachte wie ein vergleichbarer 8 m längerer Dipol.
Ausgehend davon, für das 20 m z.B. einen Kurzdipol zu bauen, hat er diese Länge einfach geviertelt und bei der Hühnerleiter von 10 m auf 250 cm ebenso geteilt.
Die Direktspeisung mit Koaxkabel schlägt natürlich fehl durch die Fehlanpassung (zu kurz) und der dort vorhandenen kapazitiven Blindanteile, so daß hier eine Anpassung her muß, um die 450 Ohm der HL mit den 50 Ohm des Koaxkabels verbinden zu können.
Die Vorgabe war zusätzlich, auf ein externes Anpassgerät zu verzichten, da diese Antenne auch im Urlaub und auf Reisen genutzt werden sollte, wo jedes zusätzliche Gewicht einzusparen ist.
Also entschied sich vorgenannhter OM für eine Haarnadelanpassung, die es schon bei bekannten, kommerziellen Antennen gab.
Sie wird ebenso als "Beta Match" bezeichnet (Ähnlichkeit mit bekannter Zusatzinduktivität bei der MP-1 Antenne).
In diesem Fall ist es ein Stub aus Wiremann-Leitung, der unten kurzgeschlossen ist und oben (am offenen Ende) parallel mit der eigentlichen Wiremann-Speiseleitung und dem Koaxkabel geschaltet wird.
Gleiche Wirkung wie bei der MP-1, eine zusätzliche Parallelinduktivität, die die kapazitiven Blindanteile kompensiert.
Weiterhin passt sie nun auch noch die Wiremann-Leitung an das weitergehende Koaxkabel an.
Vorstehende Tabelle gibt alle Werte exakt an, diese wurden mit EZNEC überprüft und stimmen haargenau.
Der Induktivitätswert lag in der Regel bei 0,6 - 0,7 µH, somit kann die Haarnadel durch eine kleine Spule ersetzt werden, jedoch ist DL6YCQ der Meinung, daß es mit der Haarnadel in der Praxis einfacher funktioniert.
Butternut z.B. macht dieses mit einer Luftspule, deren Induktivität durch leichtes Auseinanderziehen oder Zusammendrücken verändert wird.
Praktisch wäre so vorzugehen, daß der Dipol erstmal halbwegs auf Länge gebracht wird an den beiden Strahlerhälften, wonach dann die Haarnadel eingefügt und durch experimentelles Verlängern (ansetzen eines 5 - 7 cm Wiremann-Stückes an die Haarnadel), oder aber durch zentimeterweises Verkürzen des Stubs das Ganze auf SWR getrimmt wird.
Dadurch wird grundsätzlich immer ein sehr gutes Stehwellenverhältnis gefunden.
Zum Schluß fertigt man dann einen fertigen Stub mit korrekt ermittelter Länge an und verlötet es mit der Antenne und der Speiseleitung (Koax).
Mit folgenden Berechnungen kann man recht genau alle Längen errechnen, sollte sich aber etwas mehr gönnen, um beim Messen noch abschneiden zu können.
Vergleichen wir nun einen normal bemessenen Dipol für 20 m mit unserem 2 x 3,95 m langen Kurzdipol in 10 m Höhe, so werden wir feststellen, daß der Unterschied laut EZNEC nur 1 S-Stufe beträgt, die aber durch den wesentlich flacheren Abstrahlwinkel des Kurzdipols beim DX wieder ausgeglichen wird!
Für Europaverkehr sind beide Dipole zu gebrauchen, bei beiden wird das SWR über das gesamte Band nicht schlechter als 1,5:1.
Bei der 40 m Variante (2 x 7,79 m beim Kurzdipol) sind beide relative Steilstrahler und decken Europa mit gerade mal 1 dB Unterschied ab, was ehrlich gesagt nicht ins Gewicht fällt.
Bei vertikaler Anbringung der zu vergleichenden Dipole war der Kurzdipol einem horizontal aufgehängten und ausgewachsenenen Dipol sogar überlegen wegen des besseren Abstrahlwinkels.
Zwar mußten Maste und Stubs zum Teil verändert werden (errechnete Ergebnisse nicht maßgeblich), jedoch brachte das den ersehnten Erfolg.
Bei der 40 m Variante wurde der Aufhängepunkt auch bei 10 m gewählt, wobei der zweite Strahlerteil dann unten im 90° Winkel parallel zum Boden gespannt worden ist.
Somit konnte DL6YCQ damit beweisen, daß sogar aus der Not geborenene Behelfslösungen in keinster Weise schlechter sein müssen als ihre Originale, im Gegenteil, bei DX wären diese unter Umständen sogar vorzuziehen!
Versucht es doch mal mit einem Nachbau für Euer bevorzugtes Band, dann könnt Ihr Euch evtl. ein eigenes Urteil bilden.
Euer Tom
Donnerstag, 24. November 2011
Der Langdraht und die Spule
Der von mir hier aufgezeigte Weg, einen Langdraht bei schwierigen Verhältnissen und Gegebenheiten unterzubringen und ihn dann trotzdem von 160 - 10 m nutzen zu können, entstammt einem Bericht von DK8JG, der genau dieses Vorhaben verwirklicht hat.
Wie wir alle schon gelesen haben, sind unsere sogenannten Langdrähte nur "unechte" Langdrähte, weil sie fast nie die Länge von 1 Lambda und mehr erfüllen, denn der Begriff alleine ist ja nicht willkürlich gewählt worden.
Bei den Langdrähten ist darauf zu achten, daß der Speisepunkt nicht in einem Strombauch sitzt, da dieses mit hohen Verlusten behaftet ist.
Deshalb gibt es ganz spezielle Längen bei Langdrähten, die man überall in der Literatur nachlesen kann, zumeist krumme Werte wie 13 m , 17 m, 21 m oder 42 m u.s.w., niemals Lambda-Halbe oder ein Vielfaches davon.
Genau dieses ist dem besagtem OM passiert, indem er bei genau 40 m Drahtlänge natürlich kaum Freude an seiner Antenne hatte.
Also mußte er eine Lösung finden, da sich genau diese Länge durch die beiden Aufhängepunkte ergab.
Er nahm eine Spule und weitere 15 m Draht, die er im 45° Winkel vom eigentlich Langdraht wegführte, sozusagen einen Knick einbrachte.
Es war natürlich darauf zu achten, daß der Langdraht auch eine gute Erde bekam, ohne die er seine Eigenschaft verlieren würde.
Dieser kleine Trick mit der Spule und den um die Ecke gelegten, zusätzlichen Draht ergab dann endlich eine vernünpftige Antenne, die auch gute Rapporte hervorbrachte.
Was sagt uns das?
Es geht hier nur ums Prinzip, manchmal muß man eben ein klein wenig herumexperimentieren, nicht jeder hat gar die 40 m Spannweite zur Verfügung, aber man kann auf die abenteuerlichsten Arten eine Antenne etwas "verbiegen", um sie dann doch zu einer halbwegs anständigen Antenne zu machen.
Da sind wir wieder bei dem Thema "die Umgebung sondieren und alles nutzen, was sich anbietet".
Denn auch bei kürzeren Langdrähten von z.B. 20 m kann ein solches Prinzip fruchten, dazu bedarf es etwas Zeit für Experimente, aber im Nachhinein findet sich dann die alles entscheidene Änderung der ursprünglichen Konstruktion.
Wir alle sind Funkamateure und machen Experimentalfunk, also sollten wir es genauso machen, denn jede Antenne ist auf seinen Nutzer und dessen Gegebenheiten angepasst und funktioniert nur an genau diesem Standort, an dem sie angepasst worden ist.
Deshalb kann ich zum wiederholten Male nur aufrufen, rausgehen, bauen, experimentieren und die Lösung finden - Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut!
Alles Gute,
Euer Tom
Wie wir alle schon gelesen haben, sind unsere sogenannten Langdrähte nur "unechte" Langdrähte, weil sie fast nie die Länge von 1 Lambda und mehr erfüllen, denn der Begriff alleine ist ja nicht willkürlich gewählt worden.
Bei den Langdrähten ist darauf zu achten, daß der Speisepunkt nicht in einem Strombauch sitzt, da dieses mit hohen Verlusten behaftet ist.
Deshalb gibt es ganz spezielle Längen bei Langdrähten, die man überall in der Literatur nachlesen kann, zumeist krumme Werte wie 13 m , 17 m, 21 m oder 42 m u.s.w., niemals Lambda-Halbe oder ein Vielfaches davon.
Genau dieses ist dem besagtem OM passiert, indem er bei genau 40 m Drahtlänge natürlich kaum Freude an seiner Antenne hatte.
Also mußte er eine Lösung finden, da sich genau diese Länge durch die beiden Aufhängepunkte ergab.
Er nahm eine Spule und weitere 15 m Draht, die er im 45° Winkel vom eigentlich Langdraht wegführte, sozusagen einen Knick einbrachte.
Es war natürlich darauf zu achten, daß der Langdraht auch eine gute Erde bekam, ohne die er seine Eigenschaft verlieren würde.
Dieser kleine Trick mit der Spule und den um die Ecke gelegten, zusätzlichen Draht ergab dann endlich eine vernünpftige Antenne, die auch gute Rapporte hervorbrachte.
Was sagt uns das?
Es geht hier nur ums Prinzip, manchmal muß man eben ein klein wenig herumexperimentieren, nicht jeder hat gar die 40 m Spannweite zur Verfügung, aber man kann auf die abenteuerlichsten Arten eine Antenne etwas "verbiegen", um sie dann doch zu einer halbwegs anständigen Antenne zu machen.
Da sind wir wieder bei dem Thema "die Umgebung sondieren und alles nutzen, was sich anbietet".
Denn auch bei kürzeren Langdrähten von z.B. 20 m kann ein solches Prinzip fruchten, dazu bedarf es etwas Zeit für Experimente, aber im Nachhinein findet sich dann die alles entscheidene Änderung der ursprünglichen Konstruktion.
Wir alle sind Funkamateure und machen Experimentalfunk, also sollten wir es genauso machen, denn jede Antenne ist auf seinen Nutzer und dessen Gegebenheiten angepasst und funktioniert nur an genau diesem Standort, an dem sie angepasst worden ist.
Deshalb kann ich zum wiederholten Male nur aufrufen, rausgehen, bauen, experimentieren und die Lösung finden - Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut!
Alles Gute,
Euer Tom
Mittwoch, 23. November 2011
Dipol und Koaxialkabel
Kommen wir zu einem Thema, was viele HAMs schon beschäftigt hat und worüber sich viele schon dezent geärgert haben.
Der Fachmann erkennt, wir reden hier von einer symmetrischen Antenne und einem asymmetrischen Kabel, das kann nicht gut gehen ohne irgendwelche Hilfe.
Das Problem ist selbstverständlich die Hühnerleiter, sie kann bei den meisten Funkamateuren nicht direkt ins Shack geführt werden, selbst die Verlegung ist nicht gerade einfach, da sie nirgends groß Kontakt zu irgendwelchen Materialien haben sollte und immer auf Abstand zur Hauswand oder metallischen Gegenständen gehalten werden muß.
Nun werden schlaue Leute sagen, kauft doch einfach einen symmetrischen Tuner, oder baue Dir ein Z-Match selbst, dieses ist aber leider einfacher gesagt, wie getan.
Der Tuner muß automatisch sein und damit ist er sau teuer, das Z-Match bringt uns ebenso nicht weiter, da die Hühnerleiter sich nicht im Shack befindet!
Also was tun?
Koaxialkabel läßt sich am einfachsten verlegen und ist witterungsbeständig, somit muß etwas her, was die Kopplung hinbekommt.
Schauen wir, was passiert, beim Dipol ist der Fußpunktwiderstand reell bei ca. 60 - 65 Ohm.
Gebe ich jetzt ca. 750 Watt drauf, so liegen am Speisepunkt rund 200 V an, diese verteilt sich bei symmetrischer Speisung in gleichen Teilen auf beiden Dipolhälften.
Würden wir jetzt ein Koaxialkabel direkt an diesem Dipol haben, wäre eine Dipolhälfte über den Masseteil des Kabels mit Erde verbunden und somit die Symmetrie gestört.
Somit hätten wir jetzt eine ungleichmäßige Verteilung der Spannung auf den Dipolhälften und das Strahlungsdiagramm nicht mehr symmetrisch.
Die unangenehme Folge wäre, daß der eigentliche Schirm des Kabels die Energie schon vor dem Erreichen der Antenne im Raum verteilt, bedeutet praktisch, der Masseschirm ist zu einem vertikalen Strahler mutiert, und was das bedeutet, weiß sicherlich jeder.
Somit steht auch der Transceiver plötzlich unter Spannung und man verbrennt sich im wahrsten Sinne des Wortes die Finger.
Ganz zu schweigen von den ganzen Störungen durch die freigesetzte HF im ganzen Haus und Umgebung.
Letztendlich gelangt dann die HF in das Stromnetz, wo wir dann über die Folgen nicht mehr diskutieren müssen.
Aber es gibt eben Abhilfe, ein Balun muß her, denn er wandelt die symmetrische Spannung in eine Unsymmetrische (asymmetrische) Spannung um und umgekehrt.
Also wird die senderseitige Spannung in eine gleichgroße symmetrische Spannung umgeformt (balanced).
Unser Kabelschirm hat nun am antennenseitigen Ende rein annahmemäßig ein Erdpotential.
Der weit verbreiteste Balun hierfür ist ein Strombalun im Verhältnis 1:1, denn der Speisepunkt liegt im Strombauch der Antenne.
Manchmal reicht es, mehrere Meter Koaxialkabel zu einem Ring aufzurollen (10 Windungen a 25 - 30 cm) und zusammenzubinden, jedoch kann das manchmal nicht reichen in einer dicht besiedelten Gegend, deshalb ist ein echter Balun mit Ferritkern eher zu empfehlen.
Er muß natürlich der benutzten Leistungsfestigkeit entsprechend ausgelegt sein.
Diese Methode gilt allerdings für Monoband-Dipole, bei Mehrband-Dipolen gelten noch ganz andere Regeln, da geht es ohne Hühnerleiter gar nicht.
Aber auch dort gibt es Abhilfe, so daß man im Prinzip mit Koaxkabel zumindestens ins Shack gelangt wie bei der G5RV z.B.
Sogenannte Koppler werden eingesetzt, noch einfacher sind die von DX-Wire extra dafür entwickelten Koppler, die es auf Bestellung evtl. noch gibt.
http://www.dx-wire.de/easyway.pdf
Ansonsten eben wirklich nur automatische Antennentuner für symmetrische Antennen wie z.B. dem AT-502 von hamware.de, dieser kostet allerdings trotzdem schon knapp 600,- Euro.
Aber alles Andere ist mit viel Verlusten behaftet, selbst die Lösung der G5RV bringt nicht den ersehnlichen Erfolg, wie er normalerweise beim Dipol sein könnte, deshalb sagt man dieser Form auch öfter störende Folgen nach (BCI und TVI).
Also,so gut Dipole auch sein mögen, ohne etwas Aufwand, technischen Geschick oder einer größeren Geldbörse, kommen wir nicht in den vollen Genuß der Leistungsfähigkeit eines reellen Dipols und können nur weiteren Schaden anrichten, wenn wir uns diese Grundsätze nicht zu Gemüte führen.
Ausgenommen sind wieder eine spezielle Sonderform der Monoband-Dipole, nämlich die allzu gut bekannten Bazookas, die ja aus Koaxialkabel hergestellt werden, sie benötigen weder Balun, noch Koppler.
Nun wünsche ich Euch weiterhin viel Spaß beim Antennenbau,
Euer Tom
Der Fachmann erkennt, wir reden hier von einer symmetrischen Antenne und einem asymmetrischen Kabel, das kann nicht gut gehen ohne irgendwelche Hilfe.
Das Problem ist selbstverständlich die Hühnerleiter, sie kann bei den meisten Funkamateuren nicht direkt ins Shack geführt werden, selbst die Verlegung ist nicht gerade einfach, da sie nirgends groß Kontakt zu irgendwelchen Materialien haben sollte und immer auf Abstand zur Hauswand oder metallischen Gegenständen gehalten werden muß.
Nun werden schlaue Leute sagen, kauft doch einfach einen symmetrischen Tuner, oder baue Dir ein Z-Match selbst, dieses ist aber leider einfacher gesagt, wie getan.
Der Tuner muß automatisch sein und damit ist er sau teuer, das Z-Match bringt uns ebenso nicht weiter, da die Hühnerleiter sich nicht im Shack befindet!
Also was tun?
Koaxialkabel läßt sich am einfachsten verlegen und ist witterungsbeständig, somit muß etwas her, was die Kopplung hinbekommt.
Schauen wir, was passiert, beim Dipol ist der Fußpunktwiderstand reell bei ca. 60 - 65 Ohm.
Gebe ich jetzt ca. 750 Watt drauf, so liegen am Speisepunkt rund 200 V an, diese verteilt sich bei symmetrischer Speisung in gleichen Teilen auf beiden Dipolhälften.
Würden wir jetzt ein Koaxialkabel direkt an diesem Dipol haben, wäre eine Dipolhälfte über den Masseteil des Kabels mit Erde verbunden und somit die Symmetrie gestört.
Somit hätten wir jetzt eine ungleichmäßige Verteilung der Spannung auf den Dipolhälften und das Strahlungsdiagramm nicht mehr symmetrisch.
Die unangenehme Folge wäre, daß der eigentliche Schirm des Kabels die Energie schon vor dem Erreichen der Antenne im Raum verteilt, bedeutet praktisch, der Masseschirm ist zu einem vertikalen Strahler mutiert, und was das bedeutet, weiß sicherlich jeder.
Somit steht auch der Transceiver plötzlich unter Spannung und man verbrennt sich im wahrsten Sinne des Wortes die Finger.
Ganz zu schweigen von den ganzen Störungen durch die freigesetzte HF im ganzen Haus und Umgebung.
Letztendlich gelangt dann die HF in das Stromnetz, wo wir dann über die Folgen nicht mehr diskutieren müssen.
Aber es gibt eben Abhilfe, ein Balun muß her, denn er wandelt die symmetrische Spannung in eine Unsymmetrische (asymmetrische) Spannung um und umgekehrt.
Also wird die senderseitige Spannung in eine gleichgroße symmetrische Spannung umgeformt (balanced).
Unser Kabelschirm hat nun am antennenseitigen Ende rein annahmemäßig ein Erdpotential.
Der weit verbreiteste Balun hierfür ist ein Strombalun im Verhältnis 1:1, denn der Speisepunkt liegt im Strombauch der Antenne.
Manchmal reicht es, mehrere Meter Koaxialkabel zu einem Ring aufzurollen (10 Windungen a 25 - 30 cm) und zusammenzubinden, jedoch kann das manchmal nicht reichen in einer dicht besiedelten Gegend, deshalb ist ein echter Balun mit Ferritkern eher zu empfehlen.
Er muß natürlich der benutzten Leistungsfestigkeit entsprechend ausgelegt sein.
Diese Methode gilt allerdings für Monoband-Dipole, bei Mehrband-Dipolen gelten noch ganz andere Regeln, da geht es ohne Hühnerleiter gar nicht.
Aber auch dort gibt es Abhilfe, so daß man im Prinzip mit Koaxkabel zumindestens ins Shack gelangt wie bei der G5RV z.B.
Sogenannte Koppler werden eingesetzt, noch einfacher sind die von DX-Wire extra dafür entwickelten Koppler, die es auf Bestellung evtl. noch gibt.
http://www.dx-wire.de/easyway.pdf
Ansonsten eben wirklich nur automatische Antennentuner für symmetrische Antennen wie z.B. dem AT-502 von hamware.de, dieser kostet allerdings trotzdem schon knapp 600,- Euro.
Aber alles Andere ist mit viel Verlusten behaftet, selbst die Lösung der G5RV bringt nicht den ersehnlichen Erfolg, wie er normalerweise beim Dipol sein könnte, deshalb sagt man dieser Form auch öfter störende Folgen nach (BCI und TVI).
Also,so gut Dipole auch sein mögen, ohne etwas Aufwand, technischen Geschick oder einer größeren Geldbörse, kommen wir nicht in den vollen Genuß der Leistungsfähigkeit eines reellen Dipols und können nur weiteren Schaden anrichten, wenn wir uns diese Grundsätze nicht zu Gemüte führen.
Ausgenommen sind wieder eine spezielle Sonderform der Monoband-Dipole, nämlich die allzu gut bekannten Bazookas, die ja aus Koaxialkabel hergestellt werden, sie benötigen weder Balun, noch Koppler.
Nun wünsche ich Euch weiterhin viel Spaß beim Antennenbau,
Euer Tom
Allgemeinbetrachtung von Kompromißantennen
Was sagt uns eigentlich der Begriff "Kompromißantenne" ?
Es handelt sich wohlweißlich um eine Antenne, die nicht gerade unser Wunschkandidat ist und welche den physikalischen Gesetzen leider ebenso untergeordnet ist.
Somit sicherlich nicht die Leistung erbringen kann wie eine vergleichbare "ausgewachsene" Antenne, jedoch ist man damit immerhin qrv und wird auch gehört!
Gerade jetzt in einer Zeit, wo jeder "Nichtfunker" allergisch auf den Begriff "Sende- und Empfangsanlage" reagiert und schon Ausschlag bekommt, wenn nur annähernd solch ein Gebilde in der Nähe gesichtet wird.
Und da wird es jetzt wichtig für uns, wir müssen unsere Umgebung sorgfältig sondieren und untersuchen, klären, was für eine Antenne kommt für uns überhaupt in Frage, was muß sie können, wie kann ich sie gestalten und wo kann ich sie montieren?
All diese Fragen sind vorab zu klären, denn es gibt immer eine Möglichkeit, eine halbwegs ordentliche Antenne aufzustellen, wenn man sich nur gut genug umgesehen hat und seine Phantasie spielen läßt.
Jede so ausgedachte Antenne ist ein Unikum, sie ist speziell für unsere Bedürfnisse und den Begebenheiten angepasst, nichts desto Trotz folgt sie bekannten physikalischen Vorgaben, aber es ist keine Schande, schon vorgegebene Modelle evtl. etwas abzuändern oder anzupassen, eben damit zu experimentieren!
Man sollte ebenso keine Scheu haben, Antennen zu wählen, von denen andere wiederum sagen, sie seien nicht geeignet oder funktionieren nicht.
Solche Aussagen sind einfach sehr subjektiv und beruhen manchmal auch bei diesen Leuten auf fehlendes Wissen oder begangenen Fehlern, die keiner als solche erkannt hat.
Ich rede hier z.B. von verschiedenen Vertikalantennen und endgespeisten Antennen, die, wenn richtig gebaut und montiert, ohne Weiteres zu erstaunlichen Ergebnissen führen können.
Dazu vermerkte schon Bruce (W6TOY) in einem Bericht, daß er vor allem bei Vertikalantennen erstmal den Begriff " HF-Erde " richtig verstehen mußte, um dann durch eine Verbesserung dieser endlich zu dem gewünschten Erfolg zu gelangen.
Gegengewicht ist das Zauberwort bei dieser Art von Antenne, je besser die HF-Erde gestaltet ist, desto besser ist der Wirkungsgrad der Antenne!
Im Grunde gilt das auch für sogenannte Langdrähte, eine gute Erde sorgt hier für hervorragende Erfolge, einfach angematcht trotz Verluste leisten sie ihre Arbeit für Euch,
Und das eben sehr viel besser, als der eine oder andere darüber gesprochen und geschrieben hat, weil genau diese Tatsache mit der Erde immer außer Acht gelassen wird.
Desweiteren kann man Drahtantennen in den verschiedensten Variationen aufziehen, die müssen nicht immer gerade sein!
Wichtig ist eben, eine Technik zu finden, mit der man diese Antenne in die Lüfte bekommt, ohne daß der Nachbar irgendjemanden den Baum hochklettern sieht.
Bei Drahtstärken von 0,5 mm - 1 mm sieht diese Antennen kaum jemand, sie halten aber ohne Weiteres 100 Watt aus.
Und genau da führt uns das Ganze auch hin, jeder zweite Funker, der mit Kompromißen leben muß, kann unter Umständen solche endgespeisten Drähte aufhängen, ohne gleich Gefahr laufen zu müssen, sofort "standrechtlich" erschossen zu werden.
Diese feinen Drähte sind kaum zu erkennen und Abspannpunkte gibt es meist in der unmittelbaren Umgebung, sie stören niemanden und stellen soweit keine Gefahr dar.
Der Beginn und damit Speisepunkt liegt immer bei Euch, also ziemlich einfach, dort einen Tuner anzuschließen und loszufunken.
Diese Möglichkeit besteht eben, nur kaum jemand nutzt sie und müht sich teilweise mit Indoor-Maßnahmen ab.
Diese sind viel störanfälliger (beidseitig) und umgeben Nachbarn und Euch selbst viel mehr mit HF.
Ich hoffe, ich habe mit meiner Nachbetrachtung doch den einen oder anderen dazu ermutigt, einiges auszuprobieren und sich auch an nicht so beliebte Projekte heranzuwagen, über deren Leistung man womöglich im Nachhinein erstaunt sein wird.
Und nun ran ans Beobachten und Aufbauen - gut DX,
Euer Tom
Es handelt sich wohlweißlich um eine Antenne, die nicht gerade unser Wunschkandidat ist und welche den physikalischen Gesetzen leider ebenso untergeordnet ist.
Somit sicherlich nicht die Leistung erbringen kann wie eine vergleichbare "ausgewachsene" Antenne, jedoch ist man damit immerhin qrv und wird auch gehört!
Gerade jetzt in einer Zeit, wo jeder "Nichtfunker" allergisch auf den Begriff "Sende- und Empfangsanlage" reagiert und schon Ausschlag bekommt, wenn nur annähernd solch ein Gebilde in der Nähe gesichtet wird.
Und da wird es jetzt wichtig für uns, wir müssen unsere Umgebung sorgfältig sondieren und untersuchen, klären, was für eine Antenne kommt für uns überhaupt in Frage, was muß sie können, wie kann ich sie gestalten und wo kann ich sie montieren?
All diese Fragen sind vorab zu klären, denn es gibt immer eine Möglichkeit, eine halbwegs ordentliche Antenne aufzustellen, wenn man sich nur gut genug umgesehen hat und seine Phantasie spielen läßt.
Jede so ausgedachte Antenne ist ein Unikum, sie ist speziell für unsere Bedürfnisse und den Begebenheiten angepasst, nichts desto Trotz folgt sie bekannten physikalischen Vorgaben, aber es ist keine Schande, schon vorgegebene Modelle evtl. etwas abzuändern oder anzupassen, eben damit zu experimentieren!
Man sollte ebenso keine Scheu haben, Antennen zu wählen, von denen andere wiederum sagen, sie seien nicht geeignet oder funktionieren nicht.
Solche Aussagen sind einfach sehr subjektiv und beruhen manchmal auch bei diesen Leuten auf fehlendes Wissen oder begangenen Fehlern, die keiner als solche erkannt hat.
Ich rede hier z.B. von verschiedenen Vertikalantennen und endgespeisten Antennen, die, wenn richtig gebaut und montiert, ohne Weiteres zu erstaunlichen Ergebnissen führen können.
Dazu vermerkte schon Bruce (W6TOY) in einem Bericht, daß er vor allem bei Vertikalantennen erstmal den Begriff " HF-Erde " richtig verstehen mußte, um dann durch eine Verbesserung dieser endlich zu dem gewünschten Erfolg zu gelangen.
Gegengewicht ist das Zauberwort bei dieser Art von Antenne, je besser die HF-Erde gestaltet ist, desto besser ist der Wirkungsgrad der Antenne!
Im Grunde gilt das auch für sogenannte Langdrähte, eine gute Erde sorgt hier für hervorragende Erfolge, einfach angematcht trotz Verluste leisten sie ihre Arbeit für Euch,
Und das eben sehr viel besser, als der eine oder andere darüber gesprochen und geschrieben hat, weil genau diese Tatsache mit der Erde immer außer Acht gelassen wird.
Desweiteren kann man Drahtantennen in den verschiedensten Variationen aufziehen, die müssen nicht immer gerade sein!
Wichtig ist eben, eine Technik zu finden, mit der man diese Antenne in die Lüfte bekommt, ohne daß der Nachbar irgendjemanden den Baum hochklettern sieht.
Bei Drahtstärken von 0,5 mm - 1 mm sieht diese Antennen kaum jemand, sie halten aber ohne Weiteres 100 Watt aus.
Und genau da führt uns das Ganze auch hin, jeder zweite Funker, der mit Kompromißen leben muß, kann unter Umständen solche endgespeisten Drähte aufhängen, ohne gleich Gefahr laufen zu müssen, sofort "standrechtlich" erschossen zu werden.
Diese feinen Drähte sind kaum zu erkennen und Abspannpunkte gibt es meist in der unmittelbaren Umgebung, sie stören niemanden und stellen soweit keine Gefahr dar.
Der Beginn und damit Speisepunkt liegt immer bei Euch, also ziemlich einfach, dort einen Tuner anzuschließen und loszufunken.
Diese Möglichkeit besteht eben, nur kaum jemand nutzt sie und müht sich teilweise mit Indoor-Maßnahmen ab.
Diese sind viel störanfälliger (beidseitig) und umgeben Nachbarn und Euch selbst viel mehr mit HF.
Ich hoffe, ich habe mit meiner Nachbetrachtung doch den einen oder anderen dazu ermutigt, einiges auszuprobieren und sich auch an nicht so beliebte Projekte heranzuwagen, über deren Leistung man womöglich im Nachhinein erstaunt sein wird.
Und nun ran ans Beobachten und Aufbauen - gut DX,
Euer Tom
Platzsparende Magnetic Loops
Wer kennt es nicht, kein richtiger Platz für Antennenaufbauten, Drahtantennen schon gar nicht und die verflixten Vertikals alle sehr hoch und extrem teuer.
An einen Beam ist dabei schon gar nicht zu denken!
Das kann ganz leicht passieren, die große Menge aller Funkamateure finden solche Verhältnisse vor, oder verschlechtern sich durch einen notwendigen Umzug.
Wohl dem, der sein eigenes Grundstück hat, aber auch da gibt es Grenzen bzgl. der Nachbarn, sofern vorhanden.
Und hier kommen nun Magnetic Loops ins Spiel, von denen die einen sagen, sie wären bessere Dummy Loads, und die anderen hellauf begeistert sind.
Man muß selbst Erfahrungen damit machen, wobei ich von Positiven berichten kann, da sie erstens sehr selektiv und vor allem recht handlich sind, auf der anderen Seite eine recht gute Abstrahlung bieten und vor allem beim Empfang die sonst sehr nervenden Störgeräusche ausblenden können.
Ein weiterer Vorteil ist der Wegfall der Gefahr von BCI und TVI, weil diese Antennen wie Bandpässe wirken!
Hierbei gibt es verschiedene Größen, je nachdem, welche Bänder abgedeckt werden sollen.
Leider gibt es kaum MLs, die den gesamten Bereich der KW überschreiten können.
Es gibt derartige Antennen, die manuell abgestimmt, oder eben automatisch angepasst werden.
Das für den Bau notwendige Material besteht zum größten Teil aus Kupfer oder Aluminium.
Ein wenig handwerklich begabt sollte man schon sein, Probleme gibt es zumeist beim Biegen des Strahlerrohres, da dieses mit 22 mm Durchmesser nicht gerade gering ausfällt.
Ein anderes entscheidenes Bauteil ist der Koppelkondensator, an welchem sehr hohe Spannungen auftreten, weshalb Vakuum-Ausführungen schon besser wären als Luft-Kondensatoren.
Bei den Luft-Ausführungen sollte der Plattenabstand auf jeden Fall 1,5 mm betragen, denn die Gefahr von Spannungsüberschlägen ist bei einer Sendeleistung von annähernd 100 Watt recht hoch.
Daraus kann man sogleich schließen, daß das Berühren während des Sendevorganges zu vermeiden ist!
Größenordnungen liegen hier bei 825 mm Durchmesser und gehen bis 3,686 m, so z.B. die Werte von DH5FFL, wobei der Kondensator bei der Kleinen eine Kapazität von ca. 1000 pF aufwies und die Bänder 80 - 12 m überschritt.
Die Vakuum-Kondensatoren halten hingegen schon 5 - 7 KV aus, so daß die Antenne locker 100 - 200 Watt aushält.
Wer es etwas komfortabler haben möchte, betreibt eine solche Antenne mit einem Getriebemotor zzgl. Fernsteuerung, durch den die Kapazität verändert wird.
Die eigentliche Koppelschleife sollte 1/5 der Größe des Strahlerelements betragen.
Der eigentliche Tipp besteht aus dem Antennenanalyzer, der dabei nämlich hilft, den korrekten Punkt für das Gamma Match zu finden.
Zur Abstimmung sollte die Loop auch an ihrem ursprünglichen Standort stehen, da sie durch äußere Einflüsse sofort die Einstellungen zunichte machen würde, wenn man sie z.B. am Boden abgleichen würde, um sie dann auf einem Mast anzubringen.
Eine Magnetic Loop hat eine recht schmale Banbreite, da sie einen Parallelresonanzkreis hoher Güte darstellt.
Der Koppelkondensator muß vor Witterungseinflüße geschützt werden, alle Verbindungen müssen äußerst kurz und großflächig gehalten werden.
Die Loop selbst muß zwingend isoliert vom Metallmast montiert werden, es bieten sich sicherlich andere, nichtleitende Materialien besser an.
Alles in allem ist diese Art Antenne recht gut, dafür nimmt sie verhältnismäßig kleinen Platz in Anspruch.
Die verglichenen Werte gegenüber ausgewachsenen Dipolen waren gerade mal 1 - 2 S-Stufen weniger, aber es konnte alles gearbeitet werden, zumal die Ruhe beim Empfang durch die Ausblendung der Störsignale zu einem entspannten QSO führt.
Die Polarisation sollte man vertikal wählen, umso höher kommt die Antenne.
Ein gutes Nachschlagewerk mit diversen Bauanleitungen findet man im DARC-Verlag - Hans Nussbaum (DJ1UGA) - Selbstbau-Loops für Sende-und Empfangsbetrieb.
Eine Loop aus Fahrradfelgen gibt es auch schon, dazu komme ich sicherlich nochmal.
Wer schon mehr wissen möchte, kann sich den Beitrag per FTP runterladen unter:
surheimer.de = Host / FTP-Port 21 / Benutzer = web35f14 / Passwort = public
Es befindet sich noch weiteres Informationsmaterial in dem Ordner.
Ich hatte schon mal über diese Antennenform berichtet, da gingen wir etwas auf die Grundlagenphysik dieser Antennen ein, jedoch nun hat man selbst auch diverse Erfahrungen damit gemacht und kann diese Euch Lesern dann mitteilen.
Also noch kein Alzheimer, jedes Thema wird im Laufe der Zeit weiter vertieft und Anregungen bzw. Tricks weitergegeben.
Viel Spass,
Euer Tom
An einen Beam ist dabei schon gar nicht zu denken!
Das kann ganz leicht passieren, die große Menge aller Funkamateure finden solche Verhältnisse vor, oder verschlechtern sich durch einen notwendigen Umzug.
Wohl dem, der sein eigenes Grundstück hat, aber auch da gibt es Grenzen bzgl. der Nachbarn, sofern vorhanden.
Und hier kommen nun Magnetic Loops ins Spiel, von denen die einen sagen, sie wären bessere Dummy Loads, und die anderen hellauf begeistert sind.
Man muß selbst Erfahrungen damit machen, wobei ich von Positiven berichten kann, da sie erstens sehr selektiv und vor allem recht handlich sind, auf der anderen Seite eine recht gute Abstrahlung bieten und vor allem beim Empfang die sonst sehr nervenden Störgeräusche ausblenden können.
Ein weiterer Vorteil ist der Wegfall der Gefahr von BCI und TVI, weil diese Antennen wie Bandpässe wirken!
Hierbei gibt es verschiedene Größen, je nachdem, welche Bänder abgedeckt werden sollen.
Leider gibt es kaum MLs, die den gesamten Bereich der KW überschreiten können.
Es gibt derartige Antennen, die manuell abgestimmt, oder eben automatisch angepasst werden.
Das für den Bau notwendige Material besteht zum größten Teil aus Kupfer oder Aluminium.
Ein wenig handwerklich begabt sollte man schon sein, Probleme gibt es zumeist beim Biegen des Strahlerrohres, da dieses mit 22 mm Durchmesser nicht gerade gering ausfällt.
Ein anderes entscheidenes Bauteil ist der Koppelkondensator, an welchem sehr hohe Spannungen auftreten, weshalb Vakuum-Ausführungen schon besser wären als Luft-Kondensatoren.
Bei den Luft-Ausführungen sollte der Plattenabstand auf jeden Fall 1,5 mm betragen, denn die Gefahr von Spannungsüberschlägen ist bei einer Sendeleistung von annähernd 100 Watt recht hoch.
Daraus kann man sogleich schließen, daß das Berühren während des Sendevorganges zu vermeiden ist!
Größenordnungen liegen hier bei 825 mm Durchmesser und gehen bis 3,686 m, so z.B. die Werte von DH5FFL, wobei der Kondensator bei der Kleinen eine Kapazität von ca. 1000 pF aufwies und die Bänder 80 - 12 m überschritt.
Die Vakuum-Kondensatoren halten hingegen schon 5 - 7 KV aus, so daß die Antenne locker 100 - 200 Watt aushält.
Wer es etwas komfortabler haben möchte, betreibt eine solche Antenne mit einem Getriebemotor zzgl. Fernsteuerung, durch den die Kapazität verändert wird.
Die eigentliche Koppelschleife sollte 1/5 der Größe des Strahlerelements betragen.
Der eigentliche Tipp besteht aus dem Antennenanalyzer, der dabei nämlich hilft, den korrekten Punkt für das Gamma Match zu finden.
Zur Abstimmung sollte die Loop auch an ihrem ursprünglichen Standort stehen, da sie durch äußere Einflüsse sofort die Einstellungen zunichte machen würde, wenn man sie z.B. am Boden abgleichen würde, um sie dann auf einem Mast anzubringen.
Eine Magnetic Loop hat eine recht schmale Banbreite, da sie einen Parallelresonanzkreis hoher Güte darstellt.
Der Koppelkondensator muß vor Witterungseinflüße geschützt werden, alle Verbindungen müssen äußerst kurz und großflächig gehalten werden.
Die Loop selbst muß zwingend isoliert vom Metallmast montiert werden, es bieten sich sicherlich andere, nichtleitende Materialien besser an.
Alles in allem ist diese Art Antenne recht gut, dafür nimmt sie verhältnismäßig kleinen Platz in Anspruch.
Die verglichenen Werte gegenüber ausgewachsenen Dipolen waren gerade mal 1 - 2 S-Stufen weniger, aber es konnte alles gearbeitet werden, zumal die Ruhe beim Empfang durch die Ausblendung der Störsignale zu einem entspannten QSO führt.
Die Polarisation sollte man vertikal wählen, umso höher kommt die Antenne.
Ein gutes Nachschlagewerk mit diversen Bauanleitungen findet man im DARC-Verlag - Hans Nussbaum (DJ1UGA) - Selbstbau-Loops für Sende-und Empfangsbetrieb.
Eine Loop aus Fahrradfelgen gibt es auch schon, dazu komme ich sicherlich nochmal.
Wer schon mehr wissen möchte, kann sich den Beitrag per FTP runterladen unter:
surheimer.de = Host / FTP-Port 21 / Benutzer = web35f14 / Passwort = public
Es befindet sich noch weiteres Informationsmaterial in dem Ordner.
Ich hatte schon mal über diese Antennenform berichtet, da gingen wir etwas auf die Grundlagenphysik dieser Antennen ein, jedoch nun hat man selbst auch diverse Erfahrungen damit gemacht und kann diese Euch Lesern dann mitteilen.
Also noch kein Alzheimer, jedes Thema wird im Laufe der Zeit weiter vertieft und Anregungen bzw. Tricks weitergegeben.
Viel Spass,
Euer Tom
Dienstag, 22. November 2011
Gartenantenne
Da wären wir wieder mit einem kleinen Beitrag über platzsparende Antennen, die aber ohne Weiteres mit ihren großen Pendants mithalten können.
Jeder kennt das, eine platzsparende Drahtantenne, die eben nicht gleich ein Monatsgehalt auffrißt, kann in unserem Hobby goldwert sein.
In diesem Zusammenhang ist mir in einer Spezialausgabe der CQ-DL eine Antenne aus England aufgefallen, deren Erwähnung ich nicht vergessen möchte.
Sie ist auch aus der Not geboren worden, weil in England viele Menschen kleine Strebergärten haben, die in Pazellen eingeteilt sind und deren Größe nicht allzuviel zuläßt.
Bill Bartlett (G4KIH) hat diese Antenne entwickelt und gibt uns mit ihr eine gute Kompromißantenne für KW an die Hand.
Sie ist einfach und leicht aufzubauen und bringt erstaunliche Ergebnisse zu Tage
Wenn die Antenne aufgebaut ist, wird sie mit einem 300 Ohm Feeder und einem zweiadrigen 50 Ohm-Kabel gespeist.
Die Abstandhalter können aus Isoliermaterial oder Fiberglas hergestellt sein.
Damit wurde ohne Probleme die USA und Australien gearbeitet, ohne dabei viel Leistung verwendet zu haben.
Wer also etwas platzgeschädigt ist, oder eben einen kleinen Garten hat, der sollte sich mal an einen Nachbau heranwagen.
Eine Aufhängung in L-Form könnte dabei sogar auch in Erwägung gezogen werden !
Viel Spaß beim Bauen,
Euer Tom
Jeder kennt das, eine platzsparende Drahtantenne, die eben nicht gleich ein Monatsgehalt auffrißt, kann in unserem Hobby goldwert sein.
In diesem Zusammenhang ist mir in einer Spezialausgabe der CQ-DL eine Antenne aus England aufgefallen, deren Erwähnung ich nicht vergessen möchte.
Sie ist auch aus der Not geboren worden, weil in England viele Menschen kleine Strebergärten haben, die in Pazellen eingeteilt sind und deren Größe nicht allzuviel zuläßt.
Bill Bartlett (G4KIH) hat diese Antenne entwickelt und gibt uns mit ihr eine gute Kompromißantenne für KW an die Hand.
Sie ist einfach und leicht aufzubauen und bringt erstaunliche Ergebnisse zu Tage
Wenn die Antenne aufgebaut ist, wird sie mit einem 300 Ohm Feeder und einem zweiadrigen 50 Ohm-Kabel gespeist.
Die Abstandhalter können aus Isoliermaterial oder Fiberglas hergestellt sein.
Damit wurde ohne Probleme die USA und Australien gearbeitet, ohne dabei viel Leistung verwendet zu haben.
Wer also etwas platzgeschädigt ist, oder eben einen kleinen Garten hat, der sollte sich mal an einen Nachbau heranwagen.
Eine Aufhängung in L-Form könnte dabei sogar auch in Erwägung gezogen werden !
Viel Spaß beim Bauen,
Euer Tom
Freitag, 4. November 2011
UKW im Umbruch
Hier habe ich mir mal Gedanken zum UKW-Funk in unseren Breitengraden gemacht und stelle mir dabei eine entscheidene Frage.
Wie wir schon gehört haben, wird ja langsam mal wieder an unseren Frequenzen kräftig seitens der Behörden rumgeknabbert, so daß zu befürchten ist, daß vielleicht das eine oder andere Band bald nicht mehr die Bandbreite aufweisen wird, die es jetzt noch hat !
In Holland war man schon soweit, den Relaisbereich zu kommerzialisieren, was Gott sei Dank durch einen Aufschrei der weltweiten Funkamateure und deren Verbände nochmal rückgängig gemacht werden konnte.
Aber das zeigt doch, daß es immer wieder versucht wird, weil unsere Gemeinschaft zum Teil selbst schuld daran ist.
Ich lausche nun viel auf UKW rein und muß immer wieder feststellen, daß ganze Bereiche vollkommen verwaisen, gar nicht genutzt werden, was dann zu solchen Überlegungen führen muß.
Ortsrunden gibt es immer seltener, sie werden bei uns jedenfalls in DL auf dem Relais abgehalten, die diversen Direktfrequenzen sind in der Zeit völlig "tot".
Ich hatte das mal so gelernt, daß man den Kontakt herstellt, prüft, ob ein Direktkontakt möglich ist und wechselt dann auf eine Direktfrequenz.
Mobilisten und portable Stationen nutzen natürlich weiterhin das Relais, welches auch durch den Echolink einer gewissen Frequentierung von Usern ausgesetzt ist und somit in Benutzung ist.
Hier in DL fällt es schon schwerer, den Relaisbereich des 70 cm-Bandes zu beschneiden, jedoch machen einem die leeren Frequenzen im Direktbereich auf beiden Bändern ( 2 m und 70 cm ) Sorgen, hier müßte viel mehr Aktivität sein.
Sicherlich stürzen sich die meisten HAMs in die KW, machen dort viel Betrieb, weshalb diese Bänder wohl eher keinen Anstoß zum Nachdenken geben, aber der UKW-Bereich läßt sich ja kommerziell auch wesentlich besser nutzen und somit vermarkten !
Und dagegen hilft nur eine konsequente Nutzung dieses Bereiches für alle Art von Gesprächen, bei denen es nicht unbedingt um Rapport und Entfernungen geht, sondern einfach nur Gedankenaustausch, Informationsaustausch und dem üblich Ratsch aus dem Leben.
So wie der OV C16 z.B. eine 10 m-Runde hat, so müßte es viel mehr Runden auf UKW geben, die sich auch nicht nur einmal in der Woche dort trifft.
Jeder OV hat meistens eine Direktfrequenz, die es zu nutzen gilt, in 80% der Fälle können sich alle Mitglieder direkt erreichen.
Alles auch kein Problem, wenn man zumeist in den Duobandern die Relais- und die Direktfrequenz mitlaufen läßt, im Monobander eben die Prioritätsüberwachung nutzt.
Machbar wäre jedenfalls eine breitere Nutzung der Bänder auf jeden Fall, was nur an uns selbst liegt, so daß die Gedanken an irgendwelche Beschneidungen bei den Entscheidungsträgern erst gar nicht aufkommen können !
Wir bestimmen unser Schicksal selbst, das gilt eben nicht nur im realen Leben, sondern auch in unserem Hobby-Bereich.
Vorteil zudem wäre zusätzlich für unsere vielen SOTA-Aktivisten gegeben, sie müßten nicht immer erst auf einen Spot hoffen, oder erst das Relais bemühen, um sich Ansprechpartner zu besorgen.
Darüber sollte bei den OV-Abenden mal gesprochen werden, denke ich.
Wie wir schon gehört haben, wird ja langsam mal wieder an unseren Frequenzen kräftig seitens der Behörden rumgeknabbert, so daß zu befürchten ist, daß vielleicht das eine oder andere Band bald nicht mehr die Bandbreite aufweisen wird, die es jetzt noch hat !
In Holland war man schon soweit, den Relaisbereich zu kommerzialisieren, was Gott sei Dank durch einen Aufschrei der weltweiten Funkamateure und deren Verbände nochmal rückgängig gemacht werden konnte.
Aber das zeigt doch, daß es immer wieder versucht wird, weil unsere Gemeinschaft zum Teil selbst schuld daran ist.
Ich lausche nun viel auf UKW rein und muß immer wieder feststellen, daß ganze Bereiche vollkommen verwaisen, gar nicht genutzt werden, was dann zu solchen Überlegungen führen muß.
Ortsrunden gibt es immer seltener, sie werden bei uns jedenfalls in DL auf dem Relais abgehalten, die diversen Direktfrequenzen sind in der Zeit völlig "tot".
Ich hatte das mal so gelernt, daß man den Kontakt herstellt, prüft, ob ein Direktkontakt möglich ist und wechselt dann auf eine Direktfrequenz.
Mobilisten und portable Stationen nutzen natürlich weiterhin das Relais, welches auch durch den Echolink einer gewissen Frequentierung von Usern ausgesetzt ist und somit in Benutzung ist.
Hier in DL fällt es schon schwerer, den Relaisbereich des 70 cm-Bandes zu beschneiden, jedoch machen einem die leeren Frequenzen im Direktbereich auf beiden Bändern ( 2 m und 70 cm ) Sorgen, hier müßte viel mehr Aktivität sein.
Sicherlich stürzen sich die meisten HAMs in die KW, machen dort viel Betrieb, weshalb diese Bänder wohl eher keinen Anstoß zum Nachdenken geben, aber der UKW-Bereich läßt sich ja kommerziell auch wesentlich besser nutzen und somit vermarkten !
Und dagegen hilft nur eine konsequente Nutzung dieses Bereiches für alle Art von Gesprächen, bei denen es nicht unbedingt um Rapport und Entfernungen geht, sondern einfach nur Gedankenaustausch, Informationsaustausch und dem üblich Ratsch aus dem Leben.
So wie der OV C16 z.B. eine 10 m-Runde hat, so müßte es viel mehr Runden auf UKW geben, die sich auch nicht nur einmal in der Woche dort trifft.
Jeder OV hat meistens eine Direktfrequenz, die es zu nutzen gilt, in 80% der Fälle können sich alle Mitglieder direkt erreichen.
Alles auch kein Problem, wenn man zumeist in den Duobandern die Relais- und die Direktfrequenz mitlaufen läßt, im Monobander eben die Prioritätsüberwachung nutzt.
Machbar wäre jedenfalls eine breitere Nutzung der Bänder auf jeden Fall, was nur an uns selbst liegt, so daß die Gedanken an irgendwelche Beschneidungen bei den Entscheidungsträgern erst gar nicht aufkommen können !
Wir bestimmen unser Schicksal selbst, das gilt eben nicht nur im realen Leben, sondern auch in unserem Hobby-Bereich.
Vorteil zudem wäre zusätzlich für unsere vielen SOTA-Aktivisten gegeben, sie müßten nicht immer erst auf einen Spot hoffen, oder erst das Relais bemühen, um sich Ansprechpartner zu besorgen.
Darüber sollte bei den OV-Abenden mal gesprochen werden, denke ich.
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