Mittwoch, 11. Mai 2011

Die G5RV und ihr Pendant ZS6BKW

Da wir HAMs ja fast alle gerne mal an der Kurzwelle schnuppern möchten, aber nicht jeder soviel Geld für eine super Antennenanlage ausgeben kann, oder es sogar noch am nötigen Platzangebot happert, kommen uns immer wieder Drahtantennen in den Sinn.
Sie lassen sich meist mit einfachen Mitteln selbst bauen und erzielen trotzdem recht achtsame Erfolge.
Hierbei geht man immer gerne an die Ursprungsform einer Antenne heran - nämlich den Dipol.
Heutzutage versucht ein jeder KW-Amateur natürlich, soviele Bänder wie nur möglich zu arbeiten, was uns wieder in das Problem der Mehrbandfähigkeit bringt.
Dipole sind normal symmetrische Antennen, das bedeutet, es bedarf zur derer Speisung allerdings Zweidrahtleitung, weil diese Form der Antennen nie 50 Ohm ergeben und somit nicht direkt mit Koaxkabel gespeist werden kann.
Da wir auch noch die Mehrbandfähigkeit erreichen wollen, kommt nur eine solche Speisung in Frage.
Die wesentlich teurere Variante ist über einen symmetrischen Koppler oder eben Antennentuner, der direkt an der Antenne sitzt.

Die G5RV ist ein solch typischer Mehrband-Dipol, es gibt ihn in drei verschiedenen Längen (16 m , 32 m und 64 m), somit geht er von 10 - 40 m / 10 - 80 m / 10 - 160 m-Band.
Ich persönlich hatte aufgrund von Platzmangel mal eine kurze Version über dem Dach, welche in L-Form gespannt war.
Diesen Vorteil haben diese Antennen auch, man kann sie gerade waagrecht, oder als "Inverted Vee", oder eben waagrecht geknickt aufhängen und kann so optimal den zur Verfügung stehenden Platz nutzen.
Die Antennen sind relativ einfach selbst zu bauen, aber die Kaufversionen gibt es schon ab 39,90 Euro, somit für fast jeden erschwinglich.
Die Aufbauhöhe sollte bei mindestens 7 - 8 m sein, wenn möglich höher.
Bei mir waren es 10 m, was bei einem Schenkel etwas abgeschrägt nach unten auf 7 m herabführte
Diese Antenne hat in der Kaufversion eine 5 m Feederleitung (Wireman 450 Ohm) als Zuleitungskabel dabei, an deren Ende ein 1:1-Balun angebracht ist, wo man mit normalen Koaxkabel weitergeht zum Transceiver.
Unter normalen Umständen muß der Balun nicht mal sein, dafür dann aber eine Mantelwellensperre.
Die längeren Versionen weisen natürlich auch längere Federleitungen auf.
Wichtig dabei ist, daß diese Wireman-Kabel freihängen müssen, keinen metallischen Kontakt zu umliegenden Gegenständen, auch keine Berührung des Mauerwerks u.s.w., hier muß man etwas tricksen.
Mit isolierten Abstandhalter evtl. von den jeweiligen Objekten fernhalten, da sonst die Antenne verstimmt wird.
Eine G5RV hat auf keinem Band eine Resonanz, sie muß auf jeden Fall mittels Antennentuner (interne reichen) angepasst werden, was aber eigentlich sehr gut gelingt.
Die erzielten Ergebnisse mit dieser Antenne können sich sehen lassen, man ist auf jeden Fall dabei !



Im Gegensatz dazu nun die ZS6BKW, sie hat die selben Maße wie eine G5RV, wurde aber etwas modifiziert.
Sie hat bei der 10 - 80 m - Version eine Länge von 2 x 13,75 m und weist eine 12,20 m lange Feederleitung auf (die G5RV 32 m Länge und 10 m Feederleitung).
Allerdings hat diese Antenne einen riesen Vorteil, sie ist schon auf 10, 12, 17, 20 und 40 m resonant, braucht dort keinen Tuner und muß nur auf 15, 30 und 80 m angepasst werden.
Mit ihren 27 m ist sie zudem noch 5 m kürzer als ihre Ursprungsform, was nicht unerheblich bei Platzmangel ist.
Die Antenne ist recht ruhig in ihrem Verhalten, wird aber ansonsten mit der Zuleitung genauso gehandhabt wie die G5RV.
Auf "berlinfunk.de" gibt es sie mit Airfeeder (fällt nicht so auf wie Wireman) schon für 69,90 Euro, bei Maas für 59,90 Euro mit Feederleitung, und sie wird wohl meine zukünftige Antenne sein.
Genauso kann sie als Inverted Vee oder geknickt aufgespannt werden, das macht ihr nichts aus, sie nimmt dann sogar mehr Rundstrahlcharakteristik an.






Wer somit den Platz für diese Art von Drahtantenne hat, sollte ihn damit auch ausfüllen, denn er bekommt für wenig Geld eine recht gute Antenne, die ihn zumeist auch da Gehör beschert, wo der Operator gerne hin möchte.
Sicherlich ist man damit keinem Beam überlegen, aber man liegt im goldenen Mittelmaß.
Die hier verwendeten Bilder stammen u.a. übrigens von Maas und berlinfunk.de.

10 m - TRX für unterwegs

In einer Zeit, wo wir jetzt wieder mehr Aktivität im 10 m-Band bekommen durch die erhöhte Sonnenfleckenaktivität, ist es nicht verkehrt, einen 10 m-Transceiver an Bord des Autos zu haben, wenn man nicht sowieso schon ein Allbandgerät drin hat.
Aber es gibt genug Funkamateure, die eben nicht das Platzangebot, oder Lust auf viel KW im Fahrzeug haben, aber wenigstens 10 m machen wollen, da das auch jederzeit während der Fahrt geht und die Antennen dafür nicht solch immense Anforderungen erfüllen müssen, wie das bisher bei Mehrbandantennen der Fall war.

Da bietet sich ein relativ preiswertes Gerät an, welches von 25.165 - 29.695 MHz durchgehend das 11 und 10 m-Band anbietet in allen Modulationsarten.
Wir reden hier von einem Albrecht AE485 S, das man schon für gute 190,- E erhält.
Es liefert sowohl Ablagefunktionen für Relaisbetrieb nebst den Burst-Ton (1750 Hz), als auch eine Sendeleistung von 25 Watt PEP.
Diese ist normalerweise ausreichend, aber im Fahrzeug (die Auflagen des Herstellers beachten) kann man ja jederzeit eine preiswerte Transistor-PA für diesen Bereich dazunehmen.
Die Sendeleistung ist regelbar, viele weitere Funktionen runden das Angebot dieses Gerätes ab.



Nun kann ich bei diesem Gerät aus eigenen Erfahrungen einiges dazu berichten, wobei das Erste wäre, man sollte bei dem Namen Albrecht und diesem Preis nicht gleich die Nase rümpfen, die Praxis sieht ganz anders aus !
Das Gerät braucht sich nicht unbedingt hinter President oder Superstar bzw. RCI verstecken, es kann durch einfache Mittel und mit gutem Antennenequipment zu einem sehr passablen KW-TRX gemacht werden.
Da wir Betrieb aus einem Fahrzeug machen, sollte das Hauptaugenmerk nicht unbedingt auf Oberwellen liegen, die es bei Bedarf mit einem Filter auch zu entfernen gilt (bei der PA z.B.).
Anfangen möchte ich mit der Modulation auf SSB bei diesem Gerät, der Mike-Gain reagiert recht empfindlich, bei dementsprechender Feinjustierung benötigt das Gerät keinesfalls ein Verstärkermikrofon, das Original ist wirklich gut genug, es moduliert wenigstens nicht über und bringt eine gut verständliche Übertragung zustande.
Die Leistungskurve liegt im Mittel bei 20 - 22 Watt PEP, für QRPler (mit geringer Leistung) mehr als ausreichend, zur Ansteuerung einer 100 - 200 Watt-PA (Verstärker) mehr als genug.
Erinnern wir uns, eine Vervierfachung der Leistung ergibt 1 S-Stufe (rund 6 db), das bedeutet, bei 20 Watt erhöhe ich auf 80 Watt (normale 100 Watt-PA), müßte nun auf 320 Watt erhöhen, um eine weitere S-Stufe mehr zu erreichen.
Da dürfte es aber dann schon Probleme geben mit der Bordelektronik neuerer Fahrzeuge, Stromverbrauch wäre zu beachten und der Preis für eine 300 - 400 Watt-PA liegt über den Anschaffungspreis des Funkgerätes.



Da sollte nun mehr Wert auf eine vernünpftige Antenne gelegt werden, sie bringt uns definitiv mehr an Leistung, als das eine überdimensionierte Endstufe machen würde.
Eine 100 Watt- Endstufe reicht, sie sorgt im Großen und Ganzen für genügend Lautstärke, die Antenne sollte eine Lambda-Viertel Monobandantenne für 10 m sein.
In diesem Bereich kann man gerne auf CB-Funk-Equipment zurückgreifen, da dieses zumeist 10 und 11 m mit abdeckt.
Meine Erfahrungen beruhen auf dieses Albrecht-Gerät mit einer 100 Watt-PA aus dem CB-Funk (etwas modifiziert mit Oberwellenfilter) und einer DV27Lang, die auf eine Länge von 260 cm gebracht worden ist.
Sie kann 100 Watt PEP noch ab und ist eine ungekürzte Viertelwellenantenne ohne verlustbehaftete Spulen etc.
Allerdings sollte man beim Fahren nach einer Möglichkeit der Abspannung suchen, da sie in den Kurven schon gefährlich ausschlägt.
Bitte bei der Wahl des Aufbauortes die maximal zulässige Höhe beachten, manche Brücken sind eh niedriger, deshalb wählte ich bei meiner Limousine die Heckklappe mit Locheinbau, da die Antenne auch ein gutes Gegengewicht (Masse) benötigt.
Ein Tuner war nicht erforderlich, das SWR schwankte zwischen 1,7 zu 1 und 1:1 zu den jeweiligen Bandenden hin, ihre Länge war auf die 28.800 MHz mittig bemessen.
Die Antenne ist Heute noch preiswert zu bekommen und macht wirklich Sinn.

Selbst zur Zeit des Sonnenfleckenminimums konnte man mit diesem Equipment wirklich schöne QSOs fahren, Europa war kein Problem, USA und Afrika reihten sich noch mit ein, Heute dürfte damit fast alles zu arbeiten sein !
Letzte Erfahrungen beruhen auf einen Ausflug zum Großglockner in Österreich, die Antenne war auf einen alten Opel Monza 3.0 installiert, es ging auf Anhieb nach Brasilien und Australien, was natürlich auch an der Aufenthaltshöhe lag.
Aber solche Gespräche machen dann richtig Spass, wenn Euer Gegenüber dann fragt, ob Ihr irgendwo in seiner Nähe seid ?

Dienstag, 10. Mai 2011

Screwdriver-Antenne DK3

Kommen wir zu einem Thema, wo mich eigentlich die motorgetriebene Mobilfunkantenne von Yaesu (Atas-120) zu einigen Recherchen gebracht hat.
Diese Antennenform dient eigentlich dazu, sich motorgesteuert anpassen zu lassen, teils sogar mithilfe des Transceivers.
Bei der Atas-120 und einem FT-857d z.B. ist das so, man stellt die Antenne im Menü ein und automatisch mit dem Frequenzwechsel passt sich die Antenne an.
Aber... die eben benannte Antenne hat sicherlich nicht gerade den besten Wirkungsgrad, sie bringt es auf 175 cm Länge maximal, was uns wieder zu dem Thema Wirkungsgrad bringt.
Ich mag nicht bezweifeln, daß diese Antenne recht gut sein kann, aber ihr sind einfach Grenzen gesetzt, die Physik läßt sich da nicht austricksen.
Der Strahler kommt mir persönlich einfach zu kurz vor, wenn es vor allem um 40 und 80 m geht.

Nun gibt es ja noch mehr motorgesteuerte Antennen auf dem Markt, sei es Taheel-Antennen, die sehr gut sind, allerdings fast unbezahlbar, oder eben sogenannte Screwdriver-Antennen, auf welche ich in diesem Artikel zu sprechen kommen möchte.
Sie liegen bei 200.- $ aufwärts bis 500.- $
Inspiriert durch einen Artikel von DL3OCH möchte ich einfach mal seine Ergebnisse hier bekanntgeben und den ein oder anderen dazu bringen, über eine solche Antenne mal nachzudenken.



Die DK3 ist eine riesige Spule ohne Strahler, der Autor des hier als Basis genommenen Artikels nahm einfach eine DV27Lang dafür her.
Die DK3 sollte im Original hergenommen werden, da leider viele Nachbauten im Umlauf sind, die nicht an die Qualität des Ursprungmodels heranreichen.
Einzig die verbesserte Variante kann empfohlen werden: http://k4poz.com/screwdriver.html

In diesem Zusammenhang trauern wir um den eigentlichen Konstrukteur dieser Antenne - W6AAQ - der leider inzwischen verstorben ist.

Diese Antenne ist nicht gerade unauffällig und läßt sich sicherlich auch nicht überall anbringen, aber sie ist schon alleine durch ihre Abmaße und der genauen Justierung durch die Motorspule eine ernstzunehmende Mobilantenne, die von allen anderen scheinbar die Beste ist.
Sie geht von 160 m - 10 m, ist relativ ruhig und recht schmalbandig, was bei Störungen ein Vorteil sein kann, man kann sie eher ausblenden.
Bei einer Motorsteuerung sollte wohl eine öftere Anpassung kein Problem sein.
Zudem kann sie mit 500 Watt PEP belastet werden, was auch nicht zu verachten ist.
Sicher kann sie auch für den stationären Betrieb in Frage kommen, hier ist aber auf entsprechende Gegengewichte zu achten.
Die Motorsteuerung erfolgt über 12 Volt und wird mittels Umschaltung der Polarisation gesteuert (Rein - und Rausfahren).
Bei 10 und 15 m muß laut DL3OCH das obere Strahlerende der DV27Lang entfernt werden, da die Antenne schon eine Viertelwellenresonanz übersteigt.
Auf jeden Fall kann die Antenne ohne Tuner jederzeit auf das beste SWR abgestimmt werden, dabei arbeitet die Antenne überall als Viertelwellenstrahler.
Wohl dem, der eine Anhängerkupplung hat, dort läßt sie sich installieren, sonst müssen andere Lösungen her.
Im Lieferumfang ist ein dicker Messingdorn enthalten, der isoliert am Fahrzeug befestigt werden muß !


Nun kann man sich sicherlich vorstellen, daß diese Antenne nicht für Raser gedacht ist, sie hält angeblich 130 Kmh aus, aber standmobil wäre da eher angesagt.
Also Strahler wenigstens runter, wenn es auf die Autobahn geht.
Als Ergebnis könnte man zu dem Schluß kommen, daß eine solche Antenne schon eine Bereicherung beim mobilen Funkverkehr sein kann, ist aber keine allzu preiswerte Lösung.
Sicherlich aber die komfortabelste...

Die verbesserte Portabelantenne auf dem Autodach

Ich hatte ja schon des öfteren erwähnt, daß die Kombination Portabelantenne und KFZ eine recht gute Lösung beim Funken ergeben kann.
In diesem Fall widme ich mich mal aufgrund eines Berichtes in der CQ-DL von 2008 dem Wirkungsgrad einer Antenne, um den es nämlich dabei hauptsächlich geht.
Das sogenannte SWR (Stehwellenverhältnis) sagt nämlich nichts über diesen wichtigen Punkt aus, denn davon hängt ab, wie effektiv eine Antenne überhaupt ist !
Schauen wir uns z.B. die vielen verkürzten Mobilfunkstrahler an, so werden wir feststellen, daß sie fast alle abgestimmt werden können, aber ihr eigentlicher Wirkungsgrad relativ gering ausfällt.
Das hat dann wiederum zur Folge, daß wir zwar 50 Ohm am TRX (Sender) sehen, aber die Antenne unsere abgestrahlte Energie z.B. in Wärme umsetzt aufgrund vieler Verkürzungsmassnahmen und im Grunde vielleicht gerade mal 15% davon abstrahlt.
Zudem können die Mobilantennen durch die viel zu starke Verkürzung die Energie gar nicht "in die Luft" bringen.
Ein typischer Vergleich ist ein Dummy Load, mit ihm haben wir sicherlich eine super Anpassung, aber was strahlt er noch ab ?

Es gibt leider viele Gründe, warum eine Antenne nicht so funktioniert, wie wir uns das gerne wünschen würden, darauf einzugehen, würde jetzt den Rahmen dieses Artikels sprengen, aber Stichworte wie "Bodenverhältnisse - Gegengewicht - Leitfähigkeit - mechanische Länge - ohmsche Verluste u.s.w. lassen uns schon vermuten, was hierbei alles eine Rolle spielen kann.
Deshalb kehre ich zu meiner ursprünglichen Ausgangssituation zurück und stelle dem schlechteren Mobilstrahler eine Alternative gegenüber, die zumindest einen doppelt so hohen Wirkungsgrad hat.
Ich spreche hier von einer Draht-Groundplane, die als Gegengewicht das Metall des Fahrzeugs verwendet und somit keine Radiale benötigt, jedoch weiterhin einen Antennentuner als Anpassbasis braucht.
In diesem Fall geht es um kapazitive Blindkomponenten bei zu kurzen Mobilfunkantennen, die mittels Verlängerungsspulen (induktive Blindanteile) wieder kompensiert werden müssen.
Wir wollen ja schließlich eine Viertelwellenresonanz erzielen !
Aber genau durch diese Tricks verringern wir den eigentlichen Wirkungsgrad einer Antenne, was uns wieder zu unserem Problem führt.
Gleiches gilt nun auch für unsere Masse (Gegengewicht), diese erbringen wir bei einer Groundplane mit Hilfe der verwendeten Radiale, weil es nämlich auch keinen idealen Boden gibt.
Aber bei Mobilfunkantennen haben wir diese Radiale nicht, wir nehmen dazu die Fahrzeugmasse her, die aber leider keine Viertelwellenlänge ergibt, das führt nun zu weiteren Verlusten und Verringerung des Wirkungsgrades.
Um das wieder zu kompensieren, müssen wir den Strahler also länger machen, selbstverständlich ohne irgendwelchen Hilfsmitteln wie Verlängerungsspulen etc.

Halten wir uns das also vor die Augen, wir bräuchten idealerweise einen Viertelwellenstab, was uns ab einem bestimmten Band sicherlich nicht mehr gelingt.
Am Fahrzeug selbst setzen wir zudem logischerweise einen Magnetfuß ein, da nicht jeder ein Loch ins Autodach bohrt !
Das ist leider nicht optimal bei den sowieso schon recht mickrigen Masseverhältnissen, aber läßt sich nicht umgehen.
Und nun kommen wir zu dem erwähnten Artikel in der CQ-DL, ein Draht von 8 - 9 m, der von einem GFK-Mast hinter dem Auto gehalten wird und als Strahler in den Magnetfuß geht.
Am Ende des Drahtes einfach einen PL-Stecker z.B. anlöten - fertig.
Zum Anpassen muß dann wieder ein Tuner herhalten, was zwar wieder ein wenig Verluste mit sich bringt, aber durch den langen,senkrechten Strahler einigermaßen ausgeglichen werden kann.


Der Mast sollte hinten so nah wie möglich am Auto stehen, aber eben so, daß der Draht senkrecht gehalten wird.
Trotz des eingesetzten Tuners erzielt man auf diese Weise einen doppelt so hohen Wirkungsgrad als beim Mobilstrahler und hat damit gute Chancen, auch über "den Teich" zu kommen beim DX.

Teleskop-Antenne

Eine weitere, erwähnenswerte Antenne ist die Teleskop-Antenne von "berlinfunk.de", die mit ihren 8 m Länge schon eine beträchtlich große Vertikalantenne darstellt.
Es handelt sich dabei um ein GFK-Teleskopmast, an dem 7 - 8 m Draht vertikal verlaufen und in einer Verlängerungsspule enden.
Die Drahtgesamtlänge beläuft sich auf exakt 17 m, was eine typische Länge für einen Langdraht wäre, welcher verkürzt ist.
Die Verlängerungsspule ersetzt in diesem Fall einen 1:9 Unun, seitlich werden zudem 4 Drahtradiale angebracht, die im Schnitt zwischen 5 und 10 m lang sind.
Wie bei vielen Vertikalantennen gilt auch hier, umso mehr Gegengewichte, desto besser !
Dafür ist extra ein zusätzlicher Anschluß in Form einer Bananenbuchse vorgesehen.
Die Antenne kommt dann an einen 3 - 8 m langen Mast und hat in vergangenen Versuchen gute Resultate erzielt.
Ich selbst habe schon damals daran gedacht, eine solche Antenne aufs Hausdach zu stellen, denn es gibt davon auch eine stationäre Ausführung.
Die Ergebnisse zeigten, daß die Antenne einer in 8 - 10 m Höhe angebrachten G5RV (Mehrband-Dipol) in nichts nachstand und auf den klassischen DX-Bändern ihr sogar etwas überlegen war.


Selbstverständlich muß eine solche Konstruktion abgespannt werden, da wir hier in Höhen entschwinden, die schon recht gewaltig sind.
Man sollte auch durch selbstverschweißendes Band dafür sorgen (bei Festmontage), daß der Teleskopmast nicht ineinanderfällt.
Unterwegs die einzelnen Teleskopteile kräftig gegeneinander verdrehen, an einem stabilen Kurzmast anbringen und abspannen.
Ich bevorzuge dabei immer einen Fuß, auf den ich mit dem Auto auffahren kann und befestige dann den Mast extra am Fahrzeug.
Die Antenne besitzt einen PL-Anschluß und kann mit 500 Watt PEP locker belastet werden.
Jedoch sei eines erwähnt, man benötigt auf jeden Fall für 3 - 30 MHz einen Antennentuner, um hier komplette Abstimmung zu erzielen.




Für unsere "Antennengeschädigten" gibt es eine Unterstützung, womit die Antenne im 35° Winkel nach außen gestellt werden kann und somit z.B. auf dem Balkon einsetzbar ist.
Andere Mieter werden dadurch nicht permanent gestört, da man sie nach erfolgreichem Funkverkehr wieder einziehen kann.
Es erinnert so ein wenig an das Angelruten-Prinzip, jedoch sprechen die Resultate für eine solche Antenne, die mit 89,- Euro nicht unbedingt zu den teuersten gehört und so manche kommerzielle Antenne in den Schatten stellt.
Auch hier wieder der Hinweis auf einen möglichen Selbstbau, jedoch wäre das bei diesem Preis zu überlegen.

ECO-Balkonantenne

Für all diejenigen, die keine großen Antennen aufstellen können und evtl. zudem noch in Mietwohnungen ihr Leben meistern müssen, gibt es gewagte, aber interessante Kompromißlösungen.
Nicht jeder kann sich eine Magnetic Loop kaufen oder gar bauen, deshalb spreche ich diese Antenne mal an.
Auch in diesem Fall wäre ein Selbstbau gar keine so schlechte Idee mittels PVC-Rohr und Draht, was erstmal für ein Band zum testen gehen würde, später baut man sich dann die Traps.
Die hier angesprochene Balkonantenne von ECO erinnert an ein Rechteck, welches zwar mit verlustbehafteten Traps ausgelegt ist, aber zumindestens eine relativ gute Möglichkeit bietet, überhaupt an der Kurzwelle teilnehmen zu können.


Traps findet man heutzutage des öfteren bei Antennen vor, um ihre mechanischen Ausmaße in Grenzen halten zu können.
Traps sind somit nichts anderes wie Sperrkreise, um Antennen auch in den niederfrequenteren Bändern betreiben zu können.
Die ECO-Balkonantenne hat bei Tests schon gezeigt, daß sie ohne weiteres recht ordentliche Ergebnisse erzielt.
Ihre Ausmaße betragen 170 x 120 cm, sie kann sowohl vertikal, als auch horizontal polarisiert werden.
Als Anschluß hat sie eine PL-Buchse und bringt es auf ein Gewicht von 4,5 Kg.
Aber auch sie braucht anständig Masse, eben ein Gegengewicht, welches das Balkongitter sein kann, oder eben metallische Flächen, auf der sie angebracht wird.
Fehlt beides, müssen dementsprechende Drahtradiale zum Zug kommen.
Sie geht für die Bänder 10 - 15 - 20 und 40 m, also den klassischen DX-Bändern und kann mit einem Tuner auch auf die WARC-Bänder (12, 17,30 m) angepasst werden.
Die Belastbarkeit beläuft sich nach widersprüchlichen Angaben auf 300 - 500 Watt PEP, hier sollte man dann lieber den kleineren Wert als Basis nehmen.
Auf 40 m ist natürlich der Wirkungsgrad schon etwas geringer aufgrund der kleineren Ausmaße, aber es reicht trotzdem zum Teil für den Europaverkehr.




Man sollte nicht gleich immer negativ allen Kompromissen gegenüberstehen, da auch diese manchmal zum Erfolg führen und bei schwierigen Situationen in einem Mietverhältnis trotzdem das Hobby ermöglichen.

Mobilantenne von DG7PE

Es wird wieder Zeit, mehr rauszufahren, das Wetter draussen und damit die Landschaft und die schöne Natur wieder zu genießen, einfach raus aus dem Haus oder der Wohnung.
Warum dabei nicht das Schöne mit dem Hobby verbinden ?
Man fährt an spezielle Orte, genießt den Ausblick und schickt mal schnell ein paar Grüße um die Welt - das alles ist uns ja nicht fremd !
Aber der innere Schweinehund sagt uns manchmal, Du hast keine Lust auf großartigen Antennenaufbau, nimmt Dir ja Zeit weg, ist wieder viel zu aufwendig.
Warum also nicht einfach aus dem Auto heraus seine QSOs (Gespräche) führen, die Antenne auf dem Wagendach oder auf der Heckklappe, das erspart somit die Mühen des Portabelaufbaus und man kann sich gleich dem Hobby Funk widmen.

Nun aber stellt sich die Frage, was nehmen wir für eine Antenne, welche erfüllt die Voraussetzungen für unser Anliegen, auf mehreren Bändern qrv werden zu können, ohne eben großen Aufwand treiben zu müssen?
Dazu gehört auch das manuelle Einmessen der Antenne, ist uns derzeit bei dem schönen Wetter und dem Genuß des Ausblicks einfach zu viel.
Also benötigen wir eine Antenne, die schnell und einfach abgeglichen ist und mit der ein Bandwechsel vollzogen werden kann, ohne aussteigen zu müssen.
Hier kommt jetzt die Antenne von DG7PE ins Spiel, von Funkamateur für Funkamateure gemacht, hat bisher auch am besten funktioniert, da die meisten kommerziellen Antenne das nicht halten, was sie versprechen !




Diese Antenne besteht aus 2 oder 3 Teile, es handelt sich um eine sogenannte Wendelantenne, sie kommt auf eine Länge von 261 cm, was gegenüber so manch anderen Antennen schon einen besseren Wirkungsgrad verspricht.
Die Wendelantenne hat einen 3/8-Anschluß, ihre einzelnen Stücke können auch als Monoband-Antenne genutzt werden - von 6 - 20 m oder 6 - 40 m (zweiteilig).
Man braucht allerdings einen Antennentuner für deren Betrieb, der aber keine Probleme bei der Anpassung hat und auch nicht allzuviel Leistung verbrät.
Bei der Auswahl des Tuner sollte man auf die SGC-Reihe (SGC-230, SGC-239 u.s.w.) oder CG-2000 bzw. CG-3000 zurückgreifen, hiermit wurden die besten Erfahrungen gemacht.
Es ist nichts anderes wie das Anmatchen eines Langdrahtes, die Wendelantenne besteht ja aus auf einen senkrechten Stab aufgewickelten Draht bestimmter Länge und erinnert ein wenig an einen senkrechten Slinky, nur eben nicht in Dipolform.



Mit ca. 90,- Euro für diese Wendel erhält man eine recht wirkungsvolle Antenne, die zudem 250 Watt PEP ab kann und recht ordentliche Ergebnisse abliefert.
Als Vertikale hat sie eine flache Abstrahlung bei vertikaler Polarisation und macht sich daher gut im DX.
Auf der Webseite von DG7PE kann man sich darüber nochmal genauer erkundigen, da die Antenne auch stationär eingesetzt werden kann.
Dazu bedarf es allerdings eines speziellen Baluns und einer Mantelwellensperre.
http://www.multiband-kw-mobilantenne.de/index.html