Mittwoch, 18. November 2015

Screwdriver Diamond SD-330

Hallo liebe Funkfreunde,
nun melde ich mich doch zwischendurch wieder, weil ich das Glück hatte, einem Test einer KW-Mobilantenne beizuwohnen, die auch mich schon mal interessiert hat.
Es handelt sich um die Diamond SD-330, die von 3 - 30 MHz vorgesehen ist.
Die Antenne gehört zu den eigentlichen Screwdriver-Antennen, die motorgesteuert sind und somit jederzeit auf das optimal SWR abgestimmt werden können.
Es empfiehlt sich jedoch, für sehr gute Masse zu sorgen und einen schweren Einbaufuß auf PL-Basis zu nehmen.
Ein Magnetfuß kann unter Umständen ab dem 40 m-Band nicht mehr ausreichen, das müßt Ihr dann mal probieren.
Für 80 m ist diese Antenne trotz voll ausgefahrener 170 cm Länge natürlich ein sehr hauchdünner Kompromiss, was auch nicht anders zu erwarten war.
Aber was den Reiz eben am mobilen KW-Funk ausmacht, ist die Tatsache, daß doch mit geringeren Leistungen und Kompromißantennen erstaunlich gute Ergebnisse erzielt werden können.
So mancher Funkamateur kann aufgrund von mangelnder Antennengenehmigung im heimischen Shack dabei etwas reissen und sich ebenso guter QSOs erfreuen.

Es gibt zudem für diese Antenne noch einen kürzeren Strahler für die Fahrt, doch sollte klar sein, hier geht nur noch etwas zwischen 10 und 40 m.
Bedient wird die Antenne mit einem sogenannten Switch, der sich beim Operator befindet, man sucht dann eine freie Frequenz, fährt dann die Antenne etwas ein oder aus und lauscht nach stärker werdendem Rauschen.
Ist dieses geschehen, sendet man mit kleiner Leistung und versucht, ein SWR unter 2:1 zu matchen.
Die meisten modernen Transceiver regeln sonst dezent herunter, wie ja bekannt sein dürfte.
Betrieben wird diese Antenne mit 12 V, sie kann auch stationär eingesetzt werden, sollte dann aber ein Radialnetz oder Dachkapazität erhalten, auch hier wieder experimentell zu ermitteln.
Doch Amateurfunk ist ja auch ein experimenteller Funk, also nicht abschrecken lassen und testen.
Die Antenne selbst ist witterungsresistent, die Verarbeitung eben typisch Diamond, was aber auch den Preis erahnen läßt.

Die Erfolge waren mittelprächtig, es kamen einige QSOs auch auf größeren Entfernungen zustande, am besten lief es auf 17 und 20 m, auch 40 m war noch sehr ausgiebig bestückt, der Rest war eher dürftig, leider.
Wir hatten allerdings einen Trimagneten im Einsatz, wo ich persönlich bezweifle, daß selbst der massetechnisch ausreichen dürfte.
Jedoch ist bei einem Preis von durchschnittlich 440 Euro der Schritt zu einer echten Tarheel-Antenne nicht mehr weit.
Einen Bericht dazu gibt es ja auch bei mir, aber das ist meine ganz persönliche Meinung und sollte von jedem selbst getestet werden.
Ich kann immer nur wieder mal etwas testen, meine Meinung dazu abgeben und Tipps und Tricks verraten, letztendlich kann eine Antenne überall anders reagieren, weil alles an ihr standort- und montagebedingt ist.
Wer am Balkon eine gute Masse hat und ein paar Drähte als Radiale irgendwo hinwerfen kann, ist hiermit zumindest komfortabel bedient.
Bilder sind aus dem Netz genommen, der OM wollte keine Fotos von sich und seinem Fahrzeug machen lassen, das müssen wir so akzeptieren.


Nun schöne Weihnachtsfeiern für Euch, bis zum nächsten Test,
vy 73
Euer Tom

Quellen:
Ebay , QRZ , Forum

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen