Donnerstag, 9. Februar 2012

Amateurfunkprüfung

Jetzt muß ich mal etwas über den von mir ausgeführten Amateurfunkkursus berichten, der erstmal per Videokonferenz durchgeführt wurde.
Das Ganze hat 5 Wochen gedauert, bis der Proband Christian soweit war, daß er wirklich komplett alles beherrschte, was ein angehender Funkamateur für die Prüfung der Klasse E wissen muß.
Der Tag bestand aus 4 - 5 Stunden Lernen, mindestens 6 Tage pro Woche, aber dieses Vorgehen brachte ein fundiertes Wissen hervor, welches nahezu alle Faktoren dabei berücksichtigt hat.
Christian hatte zum Schluß das Gefühl, daß er jede Frage fast im Schlaf beantworten hätte können.

Das Tolle an der Videokonferenz war, daß wir uns durch pures Ansehen, Gestik und Mimik verständlich machen konnten, der Proband auch nicht das Gefühl hatte, daß er alleine lernen würde, allein gelassen mit evtl. Fragen zur Thematik.
Sowie irgendeine Frage aufkam, konnte ich sofort eine Antwort darauf geben, so daß nicht allzuviel Zeit mit Überlegung seitens des Lernenden draufging, da er ja die Antwort gleich in seine Auffassung integrieren konnte.
Vor allem machte es Spaß, sich jederzeit ansehen und unterhalten zu können, derweilen man den Lehrstoff in sich aufnahm, es war fast so, als seien wir im gleichen Raum und beschäftigten uns gemeinsam mit den Antworten zu den Prüfungsfragen.

Wir hatten uns dabei für das Programm "ooVoo" entschieden, da es ebenso kostenlos genutzt werden kann, bis zu 6 Konferenzteilnehmer zuläßt und dabei auch noch ausreichende Qualität bietet.
Der Lehrstoff entsprang den Bücher von DJ4UF (Moltrecht), die sehr zum Lernen zu empfehlen sind, da sie sich an tatsächliche Prüfungsbedingungen anlehnen und dementsprechend aufgebaut sind.
Mein Proband Christian hatte sich extra erstmal nur für die E-Lizenz entschieden, weil er meiner Auffassung nach völlig nachvollziehbar der Meinung ist, lieber erstmal den Startschlüssel in der Hand zu haben, als von Anfang an laufen zu müssen.
Hätte er es gleich mit der A-Lizenzprüfung probiert und wäre evtl. durchgefallen, hätte er gar nichts in den Händen gehabt, so aber darf er wenigstens am Funkverkehr teilnehmen und stockt eben später noch einmal auf.
Der Vorteil dabei, er braucht den gesamten Gesetzes-Regelkunde- und Betriebstechnik-Teil nicht nochmal wiederholen, sondern kann sich dann pur auf die Technik konzentrieren, was ein enormer Vorteil ist.

Natürlich hat Christian die Prüfung bestanden und diese ohne Fehler absolviert, so daß er sich nun auf den geplanten Antennenbau stürzen kann.
Da er ja als E-Lizenzler UKW, 10-, 15-, 80- und 160 m machen darf, bedarf es dazu in einem Wohnhaus mit relativ dichter Umgebungsbesiedlung einiger Kompromisse, die ebenso im Bezug auf die Selbsterklärung (BEMFV) schon angedacht werden müssen.
So kann er jetzt zumindestens erstmal Erfahrungen sammeln, aus denen er später bei der Aufstockung der Lizenzklasse weiteres Wissen schöpfen kann.
Es ist also ganz klar zu empfehlen, auf bewährte Literatur beim Lernen zuzugreifen, dieses aber vielleicht im Verbund zu tun, den Lernwilligen nicht mit all dem alleine zu lassen, wo sich die von uns gewählte Kommunikationsform doch relativ gut bewährt hat.
Wer es als Ausbilder nicht per Videochat oder gar Videokonferenz machen möchte, sollte aber zumindestens mit den Teilnehmer eine Telefonkonferenz schalten, um eben das Gefühl zu vermitteln, daß die Teilnehmer nicht alleine dastehen, zumal auf Fragen sofort reagiert werden kann.





Ich bin stolz auf Christian, daß er sich die Zeit genommen hat, doch seiner eigentlichen Neigung, nämlich dem Amateurfunk zu frönen, wieder ein Gesicht gegeben zu haben und seinem Wunschhobby nun den Weg geebnet hat.
Ich hoffe zudem, daß vielleicht noch mehr seinem Beispiel folgen und einem interessanten Hobby eine Chance geben, welches auch im Beruf seine Vorteile haben kann, bedingt durch die fundierten Kenntnisse in der Elektrotechnik.
vy 73
Euer Tom

1 Kommentar:

  1. wenn du mehr über videokonferenz wissen möchtest dann guck mal unter http://www.mvc.de

    gruß

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