Dienstag, 29. November 2011

Trap-Antenne

Ich gehe hier mal auf eine Dipolform ein, die mir ansich nicht ganz behagt, da sie etwas mit Verlusten behaftet ist und auch starken Temperaturschwankungen nicht ganz standhält.
Die Rede ist von einer horizontalen W 3 DZZ, die man käuflich erwerben, aber ebenso selbst bauen kann.
Letzteres ist die bessere Variante, da man dadurch Einfluß nehmen kann auf die Temperaturbeständigkeit der Traps durch entsprechende Kondensatoren.
Es ist nicht ganz ohne, wenn die Antenne mal arbeitet und mal nicht, je nach Wetterlage und Zeit.
Gerade auf den höher frequenten Bändern kann das fatale Folgen haben!
Vorteil einer solchen Antenne ist ihr verringter Platzbedarf und eine Direktspeisung über Koaxialkabel, obwohl es eine symmetrische Antenne ist.
Ihr Speisepunkt befindet sich immer in einem Strombauch.
Vielleicht ist ein Balun von Nöten, aber gute Tuner schaffen das auch so.



Die Antenne ist mit ihrer Resonanzfrequenz auf 7.050 KHz abgestimmt, die Güte der Spulen und eine gewisse Spannungsfestigkeit der Kondensatoren wird beim Eigenbau für die Sperrkreise natürlich vorausgesetzt.
Die Kondensatoren müssen zwingend einen geringen negativen Temperaturkoeffizienten haben.
Sicherlich wäre der Besitz eines Resonanzfrequenz-Meßgerätes (Analyzer) von Vorteil.
Der eigentliche Spulenkörper sollte aus beständigen Materialien, aber nicht aus PVC sein.
Bei dem hier gezeigten Beispiel von DL6VW haben die Kondensatoren eine Kapazität von 60 pF und dienen im 20 m Band als Verkürzungsfaktoren, woraus sich auch bei der genannten Resonanzfrequenz eine Spuleninduktivität von 8,3 Mikrohenry ergibt.
Nun gibt es spezielle Tabellen dafür, aus denen man ersehen kann, daß dazu ein Spulendurchmesser von 50 mm und 19 Windungen nötig sind, die Spulenlänge beträgt dann 80 mm.



Drückt man nun die Spule etwas zusammen, oder zieht sie etwas auseinander, kann man genau die geforderte Resonanzfrequenz einstellen und fixiert diese Stelle durch nicht leitenden Hartkleber.
Wichtig ist noch zusätzlich, die Unterbringung in ein wetterfestes Gehäuse, der Spulendraht könnte z.B. aus versilbertem Kupferdraht von 2 mm Stärke sein.
Die hier abgebildeten Längen ergeben Resonanzfrequenzen bei 3.700 , 7.050 , 14.100 , 21.200 und 28.400 KHz.
Wir haben somit eine klassische Mehrbandantenne mit direkter Koaxspeisung, wenn man entweder mit Balun (bis 50 Watt Leistung), oder einem Anpassgerät arbeitet.
Es gibt für höhere Leistungen extra Symmetrierbaluns aus Koaxialkabel !
Das Koaxkabel sollte dabei aber mindestens 6 m senkrecht nach unten von der Antenne wegführen, da sich sonst die Resonanzen der Antenne verschieben.
Ebenso kann dieser Dipol in V-Form gespannt werden, was seine Ausmaße nochmal reduziert.

Man kann eine solche Antenne ja mal probieren, wenn sie recht gut aufgehängt ist und die hier festgesetzten Bedingungen erfüllt, womit sie auf jeden Fall eine recht solide Alternative darstellen würde zu manch anderen Mehrband-Behelfsantennen.
Euer Tom

Keine Kommentare:

Kommentar posten