Samstag, 5. Oktober 2013

Langdrahtantenne mit MTFT-Balun

Hallo Leute,
nach längerer Untätigkeit und einigem Stress melde ich mich wieder zu Wort und habe mir die Zeit genommen, mal einen besonderen Antennentypen herauszunehmen, um die Wirkungsweise und Wirkungsgrad eines Drahtes in Ursprungsform zu untersuchen.
Wir reden hier von einem 20 oder 40 m langen Draht, der in Verbindung mit einem MTFT-Balun (Magnetic Balun), der zur Anpassung nicht resonanter Antennendrähte dient,besser funktioniert,als sein Ruf ihn darstellt.
Man schafft es ohne Weiteres,damit einen Langdraht auch mit internen (eingebauten) Antennentunern anzupassen, was nicht immer selbstverständlich ist aufgrund der geringeren Impedanzanpassung gegenüber hochwertigen, externen Tunern.



20 m Draht z.B. in Verbindung mit einem solchen Balun sind in der Lage, das 10 - 80 m - Band zu nutzen und erzeugen dabei sowohl gute Empfangs- als auch ordentliche Sendesignale, die durchaus auch mit höher wertigen Antennen mithalten können.
Solche Balune bekommt man z.B. bei WIMO und diversen anderen Anbietern im Internet oder auf Messen.
Hierbei ist zu beachten, daß der Speisepunkt (endgespeist am Anfang des Drahtes) relativ frei und hoch hängt und vor allem eine Erdleitung vom Balun zu einer ordentlichen HF-Erde führt (Boden,Kaninchengitter,Eisengeländer u.s.w.).
Wir reden hier nicht vom Blitzschutz,sondern von der HF-Erde (Gegengewicht, Potential) !
Vorteil einer solch recht preiswerten Antenne ist die Witterungsbeständigkeit, kaum auffallend und ihre erstaunliche Wirkungsweise.

Es ist darauf hinzuweisen, daß natürlich damit kein Beam oder eine sehr gute Vertikalantenne ersetzt werden kann, aber das Preisleistungsverhältnis stimmt einfach.
Eine horizontale Drahtantenne ist immer ein sogenannter Steilstrahler, das bedeutet, daß die elektromagnetischen Wellen in der Stratosphäre recht steil ankommen und somit auch im steileren Winkel wieder zur Erde reflektiert werden.
Diese Antenne dürfte im Europaverkehr jederzeit mithalten können, wenn nicht gar zum Teil besser sein, hingegen im DX natürlich den Vertikal- und Richtantennen nachsteht.
Aber eine ordentliche Antenne ist immer standortbedingt abhängig, sie ermöglicht somit trotzdem außerkontinentalen Funkverkehr mit etwas niedrigeren S-Werten.

Auch als Portabellösung sicherlich eine Alternative, sofern zwei Aufhängepunkte zur Verfügung stehen.
Eine solche Antenne passt in jeden Rucksack, ist nicht sperrig und hat kein großes Gewicht.
Wer noch mehr wissen möchte, schaut einfach mal hier und hier hinein.
Auf jeden Fall haben eigene Test auch die in diesen Berichten angegebenen Erfahrungen bestätigt, diese Langdrahtantenne mit dem MTFT-Balun ist wesentlich ruhiger (weniger QRM) als eine FD-4 oder Windom-Antenne.
Die Variante mit 40 m Drahtlänge ist natürlich nochmal etwas besser, kann aber wiederum nicht von Jedem aufgespannt werden.
Ein solcher Balun ist nichts anderes wie ein Widerstandstransformator im Verhältnis 1:10, der den Drahtwiderstand in Regionen bringt, wo normale Antennentuner mit umgehen können.
Die Minimaldrahtlänge muss bei 6 m liegen, darüber hinaus kann dann alles angepasst werden, aber in Hinblick auf Wirkungsgrad sei von Anfang an gesagt, daß Drahtlängen von 18 - 62 m sich bewährt haben.



Wirkungsvoll und sicher in Bezug auf eventuelle Störungen (BCI und TVI) ist eine Mantelwellensperre, die ganz einfach am Baluneingang durch eine Luftspule mit 30 cm Durchmesser mittels 5 - 10 Windungen aus dem Speisekabel erreicht wird.
Ich kann Euch nur mal zum Selbstbau ermutigen, so mancher wird erstaunt sein, was mit solch einer Antenne alles möglich ist.
Wer nicht selbst bauen möchte, wird auch bei Ebay findig.
Die Bilder sind von WIMO.
Viel Spass,
vy 73
Euer Tom




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