Montag, 20. Juni 2011

Fielddays

Diese Bezeichnung kommt im Ursprünglichen aus unserem Begriff "Feldtag" und drückt ein mehrtägiges Treffen von Funkamateuren in der freien Natur aus.
Notfunk - und Katastrophenschutz hielten (auch noch Heute) solche Treffen ab, um in Übung zu bleiben.
Ein Fieldday kann zu jeder Jahreszeit stattfinden, kommt natürlich darauf an, wie hartgesotten die Funkamateure dabei sind.
Es ist nicht jedermanns Sache, bei - 20° C eine längere Zeit bei Eis und Schnee im Freien zu verbringen und vielleicht noch stundenlang am Funkgerät zu sitzen.
Deshalb kann man davon ausgehen, daß solche Wettbewerbe unter Funkamateuren zumeist in den etwas wärmeren Tagen abgehalten werden.
Die OMs und YLs - gibt es sogar getrennt - tragen untereinander einen Kampf aus, wer die meisten Verbindungen z.B. erreicht, jedoch kann das Ziel vielfältig sein.
Wichtig dabei ist, daß die Funkanlagen unabhängig von festen Stromversorgungsstellen sind, also mit Akkus und Batterien gearbeitet wird.
Heutzutage wird genau das nicht mehr so eng gesehen, auch werden Stromaggregate verwendet, was normalerweise nicht der ursprünglichen Vorgehensweise entspricht.




Aber Fielddays dienen nicht nur dem Wettbewerb, Heute werden daraus große Treffen gemacht, wo man sich einfach nur austauscht, Erfahrungen und Meinungen kund tut und nebenbei noch grillt und einfach lustig drauf ist.
Schon alleine das Dabeisein, die Gespräche von Angesicht zu Angesicht mit den anderen Kameraden läßt viele Leute einen solchen Fieldday herbeifiebern.
Meist werden 2 oder 3 solcher Treffen von den jeweiligen Ortsverbänden organisiert, aber jeder ist dort willkommen - auch nicht Lizenzierte machen dort ihre erste Bekanntschaft mit dem Hobby als solches und der lockeren Umgehensweise der Funkamateure untereinander.
Viele übernachten sogar draussen und erleben ein volles Wochenende in der Natur, inmitten von Antennenwäldern, Transceivern, und all dem, was dazugehört.
Aber den Spass und eben die dabei gemachten Erfahrungen vergißt keiner der Teilnehmer so schnell, jeder würde soetwas am liebsten wesentlich öfter machen.
Dabei sollte nicht vergessen werden, daß ein solches Ereignis ebenso mit viel Arbeit und Organisation verrichtet wird, alles hat eben eine Kehrseite, oder wie man zu sagen pflegt "ohne Fleiß keinen Preis".
Der Preis ist hierbei einfach der Spass, der sportliche Funkwettbewerb und das dabei stattfindene Grillen und Trinken in geselliger Runde - vor allem aber der Erfahrungsaustausch !
Hier lernt ein jeder dazu - egal, ob Jung oder Alt, die daraus resultierenden Konsequenzen bringen oft dem ein oder anderen Erfolge bei eigenen Problemlösungen - seien sie technisch, oder gar privater Natur.
Für Einige auch die einzigste Möglichkeit, einfach mal Antennen ausprobieren zu können, was zuhause mangels Platz z.B. nicht geht, so viele Betätigungsfelder wie bei diesen Veranstaltungen gibt es bei keinem anderen Hobby in Verbindung mit dem Aufenthalt in "freier Wildbahn".








Wie schon anfangs erwähnt, dienen solche Fielddays aber auch dem Training im Umgang mit der Funktechnik unter etwas schwereren Bedingungen als im heimischen Shack zuhause, hier wird für den Notfall und Katastroheneinsatz geprobt.
Jeder Ortsverband hat auch seinen eigenen Notfunkbeauftragten, hat extra autarke Funkstationen dafür inpetto, die dann sofort zum Einsatz kommen können.
Und genau dafür müssen auch Funkamateure ausgebildet sein, da sie nicht nur Freude am Hobby haben, sondern auch Verpflichtungen gegenüber der Allgemeinheit eingehen, um dann im Ernstfall helfen zu können.
Denn jeder Katastropheneinsatz ist nur so gut wie es dessen Kommunikationsmöglichkeiten zulassen !
Zudem werden sogenannte Conteste (auch Funkwettbewerbe mit Punktverteilung) und Sommerfeste gleich mit diesem Ereignis gekoppelt, man sieht daran, welch Spektakel hier möglich ist.
Dementsprechend ist zumeist der Andrang der Interessenten, solche Fielddays sind in der Regel gut besucht und bringen den Menschen das Thema Amateurfunk wieder näher.
Aber ganz wichtig ist der Aspekt des Zusammenhalts, der ja genauso im Ernstfall wichtig ist für das Überleben jedes Einzelnen.
Letztendlich hofft man natürlich, daß eine Katastrophe nicht kommen möge und sieht mehr den Spass und die Freude an diesem Ereignis, aber jeder weiß, wie schnell das Überleben von gerade solch wichtiger Kommunikation abhängen kann.
Handys und Internet fallen dann nämlich aus, das zeigen die großen Katastrophen in unserer unmittelbaren Vergangenheit.

Mein Freund Christian (DK5FTV) und ich sind des öfteren unterwegs und besuchen solche Fielddays, weil auch wir dort viel erfahren, Neues zu sehen bekommen und ebenso Neuigkeiten mitbringen.
Da er einen Funkshop hat, ist Christian logischerweise immer auf dem Laufenden und hat zumeist fehlendes Zubehör in seinem Repertoire.
Und nun noch in eigener Sache dazu:
Unser OV hat z.B. zum Fieldday am 15. - 17.06.2011 eingeladen, zu dem jeder gerne willkommen ist, er findet in Trenkmoos (nahe Traunstein - Tierheim) statt.
Informationen dazu gibt es beim Ortsvorsitzenen Richard (DG9MDM) und bei Thomas (DJ6TB), die am besten zu erreichen sind.
Wir hoffen, den einen oder anderen Interessenten dort anzutreffen und bieten ihm unsere ganze Gastfreundschaft an.

Quellen:
http://www.ov-lennestadt.de/fifi/
http://www.c16.ebavaria.com/

Keine Kommentare:

Kommentar posten