Mittwoch, 15. Juni 2011

Monobandantennen für Portabelbetrieb

Da ich immer wieder auf der Suche nach leichten Antennen für den Outdoor-Betrieb bin, stoße ich des öfteren auf DL2LTO und seine Ausführungen.
Monobandantennen haben natürlich den Vorteil gegenüber Mehrbandantennen, sie können genau auf Länge oder eben sehr gut angepasst werden und haben zudem einen guten Wirkungsgrad.
In diesem Fall geht es um eine gewichtersparende und leicht anpassbare Lösung mit einem kleinen Selbstbauanpassglied, welches relativ verlustarm arbeitet und den Fußpunktwiderstand annähernd auf 50 Ohm bringt.
Es handelt sich um eine verlängerte Viertelwellen-Antenne aus Draht.
Diese Antenne ist nicht nur eine Behelfsantenne, sie ist richtig gut und ist sehr stark abhängig von den jeweiligen Erdverhältnissen.
Sie sollte mit mindestens 4 Radiale betrieben werden, die entweder auf dem Boden verlegt werden, oder auf 1 - 2 m Höhe verspannt werden müssen.
Die Verlegung der Radiale bestimmt auch die Vorzugsabstrahlrichtung der Antenne !


Eines sei dazu angedacht, der angesprochene OM weist auf bestimmte Tatsachen hin, die man dazu wissen sollte.
Ein Viertelwellenstrahler besitzt in der Regel einen sehr niedrigen Fußpunktwiderstand (siehe Groundplane), der durch eine Strahlerverlängerung angehoben werden kann.
Deshalb handelt es sich in diesem Fall um eine "verlängerte Viertelwellen-Antenne", die dadurch zusätzlich einen induktiven Blindanteil erhält.
Besagte Regel sagt aus, daß ein zu kurzer Strahler einen kapazitiven und ein zu langer Strahler einen induktiven Blindwiderstand erhält.
Genau umgekehrt dann die Kompensation dieser Blindanteile, eine Verlängerungsspule eleminiert den kapazitiven, und ein Kondensator den induktiven Blindanteil einer Antenne, so daß man mittels dieser Komponenten den Fußpunktwiderstand auf annähernd 50 Ohm bringen kann.
Man erreicht diese Kompensation durch Einschleifen eines Drehkondensators von ca. 500 pF, der keine so große Spannungsfestigkeit haben muß, da er unseren Strahler ja nur wieder elektrisch verkürzt.
Etwas länger wie Viertelwelle heißt in etwa 0,28 Lambda Strahlerlänge, es bedarf dann keiner weiteren Tunerhilfe, um diese Antenne exakt auf die gewünschte Frequenz anpassen zu können.
Die in den Tabellen gemachten Angaben beziehen sich auf den CW-Teil der Bänder.



Beim Verkürzen einer Antenne sollte man auch nie abschneiden, sondern umlegen, denn "Ankleben" geht später wohl schlecht, wenn die Antenne anderorts benutzt werden sollte.
Es heißt, sinkt die Resonanzfrequenz, ist der Strahler zu lang, umgekehrt steigt die Resonanzfrequenz zu hoch, ist der Strahler zu kurz.
Die Antenne sollte nicht im Walddickicht benutzt werden, das Gelände herum sollte schon relativ frei sein.
Der Fußpunkt muß etwas erhöht sein, das Koaxkabel kann beliebig lang gewählt werden.
Durch Zuschalten der veränderbaren Zusatzkapazität läßt sich diese Antenne hervorragend anpassen.
Macht man sich für verschiedene Bänder ein paar Strahler zurecht, kann man durch schnellem Wechsel auf mehreren Bändern unterwegs qrv werden.
Aber bitte darauf achten, dem Strahler immer 5% mehr Länge als bemessen geben, das Umknicken erleichtert dann später die Anpassung.


DL2LTO hat sich eine kleine Anpassbox mit zusammenschaltbaren Kapazitäten gebaut, die ich für sehr interessant halte.
Sie hat alle möglichen Kapazitätswerte beieinander, die in der Regel zur Anpassung aller Bänder ausreichen und relativ klein ist.
Es bedarf dann nur noch des TRX, um dann qrv werden zu können.






Wer noch Genaueres darüber wissen möchte, besucht folgende Seite.

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