Freitag, 6. Mai 2011

CB-Funk-Mobilstrahler für die Kurzwelle

Aufbauend auf den Artikel "Getarntes Funken" komme ich nochmal auf das Thema Vertikalstrahler zurück, vor allem in Bezug auf den Selbst- bzw. Umbau solcher Antennen, was dem einen oder anderen eine Menge Geld ersparen kann.
Viele von uns haben ja schon Erfahrung mit dem Umbau von CB-Funkantennen, zumeist aus dem stationären Bereich, wo dann die CB-Anpassung entfernt und ein 1:9 Unun eingesetzt wird.

Hier geht es aber jetzt um den Umbau eines bekannten Mobilfunkstrahlers namens DV27L, einer Antenne mit zentraler Verlängerungsspule zwischen den beiden Strahlerhälften und nicht zu verwechseln mit der DV27Lang, die ungekürzt 270 cm hatte.
Und genau um diese Spule geht es, welche für verschiedene Kurzwellenbänder angepasst werden kann.
DF9DH hat sich da mal mit befasst und konnte auswechselbare Spulenkörper erstellen, die bloß beim Bandwechsel zwischengesetzt wurden.


Problem bei dieser Antenne war wohl, eine Verbindung herstellen zu können zwischen dem unteren und dem oberen Antennenteil, was er mit M6-Schrauben und 2 Komponentenknetmasse gelöst hat.
Der Spulenkörper wurde aus KUPA-Rohr (Kunstoff-Panzerrohr) mit einem Durchmesser von 21,5 mm (PG 13,5) gefertigt, welcher dann durch ein entsprechendes geschnittenes Gewinde (PG 11) mit Blindstopfen verschlossen werden kann.
In diese bohrt man ein Loch, steckt die M6-Schraube hindurch und füllt den Stopfen mit Heißkleber auf.
Nun konnte der Spulenkörper auch zwischengeschraubt werden bei der Antenne, wobei man die Spulen nach gezeigter Tabelle bemessen muß.
Die Tabelle ist für die Bänder 28,24,21 und 18 MHz nicht weitergeführt worden, weil ein Tuner benutzt wurde, so daß diese noch errechnet oder experimentell ermittelt werden müssen.
Der benannte OM hat noch die Berechnungsprogramme zur Hand, die er bestimmt bereitwillig herausgeben wird.


Der zweite Teil des Strahlerumbaus umfasst das eigentliche Gegengewicht, welches sich genauso zusammensetzt, weil wir es hier mit einem geknickten Dipol zutun haben.
Es geht mit Draht und Spule, aber auch äquivalent mit einer zweiten, genauso zusammengebauten Antenne gleichen Ausmaßes.
Die 80 m - Spule wurde mit 350 Windungen berechnet und würde einen Spulenkörper von 30 cm Länge ergeben, das dürfte aber die Stabilität der Antenne recht schaden !
Seine Anregung war, diese Antenne evtl. besser aus Aluminiumrohren vom Baumarkt selbst zu fertigen, da dann eine gewisse Traglastfähigkeit vorliegt.
Als Tipp noch, eine isolierte Anbringung der Antenne am Mast verbessert das SWR nochmal ein wenig.
Beim Selbstbau mit Alusegmenten sollte man gleich auf einen Fuß mit PL-Buchse und 3/8-Gewinde obenseitig setzen.

Keine Kommentare:

Kommentar posten