Montag, 9. Mai 2011

Mobilbetrieb auf KW

Die Outback-1899 im Mobilbetrieb

Wir hatten ja diese Antenne schon im Artikel "Getarntes Funken" kennengelernt und wissen daher, daß diese Antenne eine vertikale Mobilantenne für Mehrbandbetrieb ist, welche mittels Wanderleitung auf die jeweiligen Bänder umgesteckt und am Strahler längenmäßig abgestimmt wird.
Die Antenne hat nur eine Gesamtlänge von 175 cm und wäre daher für die Autodachmontage relativ gut zu realisieren.
Allerdings wie bei allen KW-Mobilstrahlern braucht sie eine gute Fahrzeugmasse, was bei den heutigen Fahrzeugen nicht immer gegeben ist.
Erst recht nicht, wenn kein Lochmontage vorgenommen werden soll und ein Magnetfuß ins Spiel kommt.

Hier gibt es schöne Berichte zu von DG9MAQ und DJ3KU, jedoch sollte man sich vorab über sein Fahrzeug genau erkundigen, da bei verzinkter Karosserie die Magnetfuß-Variante überhaupt nicht mehr greift und selbst eine Lochmontage zusätzliche Masseverhältnisse benötigt.
Dazu gibt es folgendes noch anzumerken, wer einen Magnetfuß setzen kann, sollte gleich von Anfang an auf einen Trimagneten setzen, da bei der Antenne gewaltige Kräfte beim Fahren einwirken und auch die Masse schon erheblich größer ist.
Zusätzliche Masse muß mit einem dicken Kupferdraht oder gar Masseband dem Fuß zusätzlich zugeführt werden.





Auf dem Dach ist das nicht immer zu verwirklichen, so daß ich mich persönlich zu einer Aufbauvariante auf der Kofferraumklappe habe hinreißen lassen, was bei einer Limousine einwandfrei geht.
Dort habe ich ebenso eine Lochmontage vorgezogen und den Einbaufuß mit einem zusätzlichen Blech unter der Klappe verstärkt.
Weiterhin habe ich ein Masseband an einer 1 m x 50 cm großen Blechplatte, die im Kofferraum liegt, mit einer Länge von 60 cm angeschlossen, so daß ich beim Aufmachen der Kofferraumklappe sehr vorsichtig sein muß, aber eben dieses Band so kurz wie möglich sein sollte.
Bilder folgen zudem.
Hier zunächst noch die Magnetfuß- und Dachvariante von DG9MAQ.







Beim Einstellen des SWR muß man sich Notizen machen, weil auf 80 m der aus- und einziehbare Antennenstab bei 10 cm Verschiebung eine Bandbreite von gerade mal 100 KHz bewirkt, bei 40 m in etwa 200 KHz.
Verlängerung verschiebt die Resonanzfrequenz nach unten.
Ab 20 m gibt es dann keine Probleme mehr, hier ist fast überall eine gute Abstimmung erreichbar.
Die Antenne ist ansonsten recht praktikabel und hat bei Klärung der Masseverhältnisse schon eine recht gute Wirkungsweise.
Vor allem ist sie mit 49,- Euro derzeit eine leistbare Variante, die sicherlich von 10 - 40 m einen mobilen Erfolg bringen kann.
Auch ihre Länge ist ein zumutbarer Kompromiß, denn nicht jeder kann eine Chamäleon V1 z.B. mit knapp 3 m aufs Auto packen und braucht zudem einen Tuner.

Wer natürlich etwas ganz besonderes möchte, muß auf Monobandstrahler zurückgreifen, jedoch würde ich das nur für die Bänder 40 und 80 m machen, da ansonsten diese Antenne keine Unterschiede mehr gegenüber den Monoband-Versionen ausmacht.

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