Dienstag, 10. Mai 2011

Teleskop-Antenne

Eine weitere, erwähnenswerte Antenne ist die Teleskop-Antenne von "berlinfunk.de", die mit ihren 8 m Länge schon eine beträchtlich große Vertikalantenne darstellt.
Es handelt sich dabei um ein GFK-Teleskopmast, an dem 7 - 8 m Draht vertikal verlaufen und in einer Verlängerungsspule enden.
Die Drahtgesamtlänge beläuft sich auf exakt 17 m, was eine typische Länge für einen Langdraht wäre, welcher verkürzt ist.
Die Verlängerungsspule ersetzt in diesem Fall einen 1:9 Unun, seitlich werden zudem 4 Drahtradiale angebracht, die im Schnitt zwischen 5 und 10 m lang sind.
Wie bei vielen Vertikalantennen gilt auch hier, umso mehr Gegengewichte, desto besser !
Dafür ist extra ein zusätzlicher Anschluß in Form einer Bananenbuchse vorgesehen.
Die Antenne kommt dann an einen 3 - 8 m langen Mast und hat in vergangenen Versuchen gute Resultate erzielt.
Ich selbst habe schon damals daran gedacht, eine solche Antenne aufs Hausdach zu stellen, denn es gibt davon auch eine stationäre Ausführung.
Die Ergebnisse zeigten, daß die Antenne einer in 8 - 10 m Höhe angebrachten G5RV (Mehrband-Dipol) in nichts nachstand und auf den klassischen DX-Bändern ihr sogar etwas überlegen war.


Selbstverständlich muß eine solche Konstruktion abgespannt werden, da wir hier in Höhen entschwinden, die schon recht gewaltig sind.
Man sollte auch durch selbstverschweißendes Band dafür sorgen (bei Festmontage), daß der Teleskopmast nicht ineinanderfällt.
Unterwegs die einzelnen Teleskopteile kräftig gegeneinander verdrehen, an einem stabilen Kurzmast anbringen und abspannen.
Ich bevorzuge dabei immer einen Fuß, auf den ich mit dem Auto auffahren kann und befestige dann den Mast extra am Fahrzeug.
Die Antenne besitzt einen PL-Anschluß und kann mit 500 Watt PEP locker belastet werden.
Jedoch sei eines erwähnt, man benötigt auf jeden Fall für 3 - 30 MHz einen Antennentuner, um hier komplette Abstimmung zu erzielen.




Für unsere "Antennengeschädigten" gibt es eine Unterstützung, womit die Antenne im 35° Winkel nach außen gestellt werden kann und somit z.B. auf dem Balkon einsetzbar ist.
Andere Mieter werden dadurch nicht permanent gestört, da man sie nach erfolgreichem Funkverkehr wieder einziehen kann.
Es erinnert so ein wenig an das Angelruten-Prinzip, jedoch sprechen die Resultate für eine solche Antenne, die mit 89,- Euro nicht unbedingt zu den teuersten gehört und so manche kommerzielle Antenne in den Schatten stellt.
Auch hier wieder der Hinweis auf einen möglichen Selbstbau, jedoch wäre das bei diesem Preis zu überlegen.

Keine Kommentare:

Kommentar posten