Montag, 9. Mai 2011

KW-Vertikalantenne Up & Outer

Wer gerne von unterwegs auf Kurzwelle qrv werden möchte, überlegt natürlich ständig, welche Antennenform er priorisieren sollte.
Dabei ist es nicht immer klar, daß man für Drahtantennen auch Aufhängepunkte vorfindet, somit also die klassische Dipolform des öfteren nicht in Frage kommt.
In solchen Fällen bietet sich immer eine Vertikalantenne an, die schnell irgendwo aufgebaut ist und eben keine Aufhängepunkte benötigt, zudem wegen ihrer flachen Abstrahlung absolut dx-tauglich ist.
Ein GFK-Mast von 10 m Länge gibt es heutzutage schon für gute 40,- Euro (z.B. dx-wire.de), einen entsprechenden Standfuß in Form einer Bodenhülse im Gartencenter oder Baumarkt.
Aber auch ein Fuß, auf dem man mit dem Fahrzeug rauffahren kann, wäre eine Alternative.
Ebenso geht ein Dreibein-Ständer für Beschallungssysteme, die es des öfteren bei Ebay gibt.
Da bedarf es dann aber ebenso einer Abspannung wie bei der Bodenhülse.
Einige gute Vorschläge bzgl. des Baus einer solchen Antenne kommen von DL2LTO.

Ein klassischer Vertreter wäre hier die Up & Outer, ein Draht, der um einen GFK-Mast gewendelt wird mit einem gleichlangen Gegengewicht (Radial), beides idealerweise Lambda / Viertel lang.
Das Radial sollte mindestens 60 cm über dem Erdboden waagrecht geführt werden.
Ein Antennentuner sollte man dabei schon haben, es sei denn, man gleicht Strahler und Radial genau an, dann entfällt der Tuner sogar.
Der Speisepunkt liegt auch ca. 60 - 100 cm über dem Boden, von wo aus das Radial auch weggeführt wird.
Das Koaxialkabel wird mit dem Innenleiter direkt an den Antennendraht gelötet, die Abschirmung an das Radial.
Die beste SWR-Einstellung erreicht man bei Veränderung des Radials durch Annäherung oder Entfernung vom Boden, als auch durch Verlängern bzw. Verkürzen des Radials.
Dabei sollte man nicht abschneiden, sondern Umlegen und mit Kabelbinder fixieren, da  diese Längen je nach Standort variieren.
Dieses gilt auch für den Strahler !
Man merkt also schon, eine Menge zum Experimentieren, da auch der Speisepunkt und somit das Radial für DX höher versetzt werden sollten, hier muß einfach getestet werden, wobei 120 - 150 cm sich bewährt haben.
Auch wurde in Radialrichtung eine gewisse Vorzugsrichtung erkannt.

Die Antenne ist relativ einfach zu bauen, optimal für Outdoor-Betrieb und kann auch stehenbleiben.
Sind die richtigen Längen und Höhen erstmal gefunden, ist diese Antenne richtig gut und erzielt wirklich brauchbare Signale bei RX / TX.


Eine Abwandlung wäre jetzt der Mehrbandbetrieb, dieses wird durch den Einsatz einer Hühnerleiter oder Feederleitung und eines symmetrischenTuners erreicht.
Der schon erwähnte DL2LTO hat die Erfahrung gemacht, daß es auch nicht unerheblich ist, wo die Antenne steht.
Sie mag sumpfiges, feuchtes, modriges Gelände im Wald z.B., hingegen im Gebirge das Radial möglichst abwärts gespannt werden sollte..
Zu beachten dabei, die Zuleitung darf nicht mit dem Erdboden in Kontakt geraten !
Hier noch einige Bilder von der Konstruktion bei DL2LTO.


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